Montag, 8. Dezember 2025

Handeln aus der Gnade

Impuls zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, am Montag der 2. Adventswoche, 8. Dezember 2025

 

Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. (Lk 1,28–33)

Bei der Berufung sagt der Engel, der Bote Gottes, der ihr den Auftrag überbringt, das rätselhafte Wort: du Begnadete. Maria ist erfüllt von der Gnade. Gott verlangt viel von ihr. Dafür hat er sie durch die Gnade vorbereitet. Die katholische Kirche hält fest, dass sie gnadenhaft vom Makel der Erbsünde bewahrt ist. Sie kann deshalb ihren Dienst annehmen und ihr Kind als Sohn des Höchsten erwarten. Diese Haltung der Erwartung prägt ihr ganzes Leben. Sie ist ein Vorbild des Glaubens, weil sie alles, was sie erlebt und erfährt, im Herzen aufnimmt und darüber nachdenkt. Gott beruft Menschen für Aufgaben, bereitet sie vor und stärkt sie mit der Gnade. Meine eigene Berufung zu erkennen, mich dafür einsetzen im Vertrauen, dass Gott aus meinem kleinen Handeln etwas Gutes zu bewirken vermag, das ist eine adventliche Haltung.


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