Dienstag der 5. Fastenwoche, 24. März 2026
Dann sagte er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken. Da sagten die Jünger zu ihm: Herr, wenn er schläft, dann wird er gesund werden. Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen, während sie meinten, er spreche von dem gewöhnlichen Schlaf. Darauf sagte ihnen Jesus unverhüllt: Lazarus ist gestorben. Und ich freue mich für euch, dass ich nicht dort war; denn ich will, dass ihr glaubt. Doch wir wollen zu ihm gehen. Da sagte Thomas, genannt Didymus, zu den anderen Jüngern: Lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben! (Joh 11,11–16)Oft ist in den Evangelien davon die Rede, dass die Jünger Jesus nicht verstehen. Sie sehen den Ernst der Lage nicht. Lazarus schläft, weil er krank ist, und er wird gesund werden, so meinen sie. Jesus kennt die Wahrheit: Lazarus ist gestorben. In den Augen der Jünger ist das sein Ende, nicht aber für Jesus. Durch die Begegnung mit ihm wird auch sein Tod noch nicht endgültig sein. Das Wesentliche dabei ist der Glaube. Was geschehen wird, soll den Glauben der Jünger und all derer, die davon hören, stärken. Aber ein starker Glaube bewahrt nicht vor der Anfeindung, wie Thomas bemerkt. Die Feinde des Glaubens, zu denen die Gläubigen manchmal sogar selbst gehören, sind dort besonders gefährlich, wo der Glaube heilsam ist, den Menschen Kraft gibt und sie aufatmen lässt. Die Vierzig Tage sind eine Gelegenheit, im Glauben aufatmen zu können, gleichzeitig gilt es, wachsam zu sein.






