Fünfter Fastensonntag, 22. März 2026
Ein Mann war krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Marta. Maria war jene, die den Herrn mit Öl gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren abgetrocknet hatte; deren Bruder Lazarus war krank. Daher sandten die Schwestern Jesus die Nachricht: Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank. Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden. (Joh 11,1–4)Die Erzählung von der Erweckung des Lazarus gehört zu den schönsten und geheimnisvollsten Texten im Johannesevangelium. Sie beginnt ganz schlicht, Lazarus ist krank und braucht Jesu Hilfe. Jesus kennt die drei Geschwister, Maria, Marta und Lazarus, weil er bei ihnen schon zu Gast war. Er hat ihnen schon Gutes erwiesen, deshalb bitten die Schwestern, er möge kommen. Er hört von der Krankheit, geht aber nicht sofort hin. Vielmehr spricht er mit den Jüngern über seine Sendung. Die Herrlichkeit Gottes soll sich an Lazarus vor der Welt zeigen. Gott handelt nicht unbedingt so, wie wir es erwarten, sondern nach seinen Maßstäben zum Guten.






