Montag der 3. Fastenwoche, 9. März 2026
Die Samariterin sagte zu Jesus: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um etwas zu trinken bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern. Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? (Joh 4,9–12)Der Dialog der Samariterin mit Jesus beginnt wie erwartet. Was hat die Frau mit Jesus zu tun, in ihren Augen ist er ein Fremder. Es gehört sich nicht, miteinander zu reden oder gar etwas voneinander zu erwarten. Lieber würde man durstig bleiben. Jesus lenkt das Gespräch in eine andere Richtung. Die Frau soll ihre Vorurteile beiseite schieben, sonst kann sie nicht erkennen, wem sie hier begegnet. Bis jetzt war er nur irgendein fremder Mann, der sie angesprochen hat. Jetzt geht es um das lebendige Wasser und damit um etwas Wesentliches für ihr eigenes Leben. Bei ihrer Antwort klingt Skepsis durch: Was ist es, das Leben schenkt? Wer bist du, dass Du mehr möchtest, als wir bisher hatten? Vorurteile prägen ihr Leben und Denken. Die Vierzig Tage laden ein, die eigenen Vorurteile zu überdenken.






