Dienstag, 3. März 2026

Auf den Sohn Gottes hören

Dienstag der 2. Fastenwoche, 3. März 2026


Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. (Mt 17,5)

Die Verklärung ist mit einer Botschaft Gottes verbunden. Es geht um Jesus, auf den wir hören sollen. Der Glaube ist keine Ideologie, keine Sammlung von Geboten und Verboten, sondern die feste, persönliche und vertrauensvolle Verbindung mit ihm, Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Als Christin, als Christ zu glauben bedeutet, auf ihn in meinem Leben zu hören, ihm zu glauben, ihm nachzufolgen, sich ihm anzuvertrauen.

Montag, 2. März 2026

Den Moment festhalten

Montag der 2. Fastenwoche, 2. März 2026

Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. (Mt 17,3–4)

Mose und Elija sind die Vertreter des Alten Testaments, vom Gesetz und den Propheten. Beide haben Gott am Berg Horeb erfahren, Mose im brennenden Dornbusch, Elija im leisen Säuseln. Petrus hat einen Sinn für das Praktische. Er möchte Hütten bauen, damit Mose und Elija noch länger bleiben. Aber der Moment lässt sich nicht festhalten. Erst wenn die überwältigende Erfahrung vorübergegangen ist, wird sich zeigen, wie sie den Glauben gestärkt hat. Das gilt auch heute für schöne, erhebende Glaubenserfahrungen, bei Begegnungen, einem schönen Gottesdienst oder an eindrucksvollen Orten.

Sonntag, 1. März 2026

Gott am Berg erfahren

Zweiter Fastensonntag, 1. März 2026

Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes zu sich und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. (Mt 17,1–2)

Der zweite Fastensonntag führt uns auf den Berg der Verklärung, wo wir gemeinsam mit Petrus, Jakobus und Johannes Anteil an einer wunderbaren Erfahrung nehmen dürfen. Berge sind seit jeher Orte besonderer Erfahrungen. Viele erleben das bis heute in den Bergen und suchen deshalb den Weg dorthin. Gott zeigt sich oftmals dort, wie die Bibel erzählt und viele Menschen wissen. Hier auf dem Berg verändert sich die Perspektive zu neuer Klarheit. Jesus erscheint strahlend, herrlich. Die Erfahrung des Berges erhebt zu großer Höhe. Seine Jünger dürfen daran Anteil haben und wir mit ihnen. Immer wieder gibt es solche Bergerfahrungen, die den Glauben erheben.

Samstag, 28. Februar 2026

Liebe über die Maßen

Samstag der 1. Fastenwoche, 28. Februar 2026

Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist! (Mt 5,43–48)

Gott will, dass wir vollkommen sind, so sagt Jesus und weist den Weg der Vollkommenheit: die Liebe zu allen Menschen, auch zu den Feinden. Alle Menschen sind Geschöpfe, Gott liebt sie, wie er die ganze Schöpfung liebt. Christus nachfolgen bedeutet, ihn nachzuahmen und zu handeln, wie er handelt. Der Maßstab des eigenen Handelns soll nicht sein, was alle anderen tun, sondern was Gott tut. Die Liebe soll über das normale Maß hinausgehen. Das ist keine einfache Forderung, vielmehr ein hohes Ideal. Nicht alles davon wird gelingen, aber es ist ein wichtiges Ziel.


Freitag, 27. Februar 2026

Bereit zur Versöhnung

Freitag der 1. Fastenwoche, 27. Februar 2026

Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe! (Mt 5,23–24)

Gebet und Gottesdienst sind gut und wichtig. Sie bringen aber nur dann Frucht, wenn die eigene Haltung damit übereinstimmt. Wer unversöhnt, im Streit oder mit Argwohn anderen gegenüber zum Gottesdienst geht, wird kein Heil finden. Das ist dann eine äußerliche Frömmigkeit, die Jesus ablehnt. Wer selbst nicht zur Versöhnung bereit ist, dazu keine Schritte setzt, kann Gott nicht ehrlichen Herzens um Versöhnung bitten und wird sie nicht finden.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Gott sendet Engel

Donnerstag der 1. Fastenwoche, 26. Februar 2026

Darauf ließ der Teufel von ihm ab und siehe, es kamen Engel und dienten ihm. (Mt 4,11) 

Die Erzählung über Jesus in der Wüste schließt mit der kurzen Bemerkung, dass der Teufel ihn verlässt. Nachdem er den Versuchungen widerstanden hat, sendet Gott Engel, um ihn zu versorgen. Genauso ist es Elija gegangen, als er in die Wüste geflüchtet war, bevor er wieder zurückgehen sollte. Engel Gottes wirken immer wieder dort, wo Menschen Hilfe brauchen, die Gott ihnen schenkt. Oft werden sie dabei auch gar nicht bemerkt. Es könnte sein, dass auch mir schon ein Engel geholfen hat. Andererseits möchte Gott, dass auch wir für andere zu Engeln werden, die in die Wüsten ihres Lebens kommen und ihnen beistehen.
 

Mittwoch, 25. Februar 2026

Die Macht des Bösen

Mittwoch der 1. Fastenwoche, 25. Februar 2026

Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest. Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen. (Mt 4,8–10)

Die dritte Versuchung wirkt weit weg und ist doch aktueller denn je. Nicht weniger als die Herrschaft über die ganze Welt scheint für den möglich, der sich vor dem Herrscher des Bösen niederwirft. Die ganze Macht des Bösen wird spürbar, wenn Kriegstreiberei, Lüge, Betrug oder Manipulation zum Sieg führen. Auch im Alltag kommt es immer wieder vor, dass Menschen für einen kurzfristigen Erfolg skrupellos vorgehen. Die Götzen von Macht, Reichtum, Erfolg geben scheinbar denen Recht, die sie anbeten. Doch Jesus weist darauf hin, dass nur der Weg des Guten, der Weg Gottes, des Herrn, letztlich zum Ziel führt.