Dienstag der 4. Fastenwoche, 17. März 2026
Die Nachbarn und jene, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere sagten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es. Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen geöffnet worden? Er antwortete: Der Mann, der Jesus heißt, machte einen Teig, bestrich damit meine Augen und sagte zu mir: Geh zum Schiloach und wasch dich! Ich ging hin, wusch mich und konnte sehen. Sie fragten ihn: Wo ist er? Er sagte: Ich weiß es nicht. (Joh 9,8–12)Die Menschen in der Stadt kennen einander nicht sehr gut, aber doch. Daher fragen sie sich, ob er wirklich der ist, von dem sie schon wussten, dass er blind war und betteln musste. Sie reden zuerst über ihn, bevor sie ihn selbst fragen. Er gibt bereitwillig Auskunft und erzählt, was mit ihm geschehen ist. Offensichtlich ist er noch überwältigt von seiner Erfahrung. Denn er hat sich noch nicht gefragt, wer dieser Jesus wirklich ist oder wo er zu finden sei. Er hat das Augenlicht geschenkt bekommen und muss jetzt mit der Situation zurechtkommen. Oft passiert etwas Heilsames, das zunächst noch gar nicht bemerkt oder realisiert wird. Dann braucht es ein wenig Zeit und die Bereitschaft, sich darauf einzulassen.






