Montag, 16. März 2026

Die heilsame Begegnung mit Jesus

Montag der 4. Fastenwoche, 16. März 2026

Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Das heißt übersetzt: der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen. (Joh 9,6–7)

Nachdem Jesus mit seinen Jüngern über Sünde und Reinheit gesprochen hat, wendet er sich dem blinden Mann selbst zu. Er ist da für die, die ihn brauchen. Eine einfache Geste, eine Berührung der Augen und die Reinigung im Teich bringen die ersehnte Heilung. Der Mann kann wieder sehen. Die Begegnung mit Jesus ist heilsam. Wer seinem Beispiel folgt, kann selbst mit kleinen, liebevollen Gesten für andere ein bisschen Licht in ihre Finsternis bringen.


Sonntag, 15. März 2026

Blindheit und Heilung

Vierter Fastensonntag, 15. März 2026

Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst oder seine Eltern, sodass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden. Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in der niemand mehr wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. (Joh 9,1–5)

Die Evangelien erzählen mehrmals davon, dass Jesus blinde Menschen wieder sehend macht. Bei Johannes ist das mit einem Gespräch über den Glauben, die Sünde und Gottes Handeln verbunden. Ist die Blindheit eine Strafe für eine frühere Sünde?, so fragen die Jünger. Jesus weist diese seltsame Logik zurück. Die Blindheit der Augen ist keine Folge der Sünde. Sie gehört zur menschlichen Begrenztheit. Neben der körperlichen Einschränkung gibt es die Blindheit des Herzens, die aus der eigenen Selbstbezogenheit stammt. Jesus möchte beide heilen und die Menschen aus der Enge und der Finsternis herausführen.

Samstag, 14. März 2026

Zur Verkündigung berufen

Samstag der 3. Fastenwoche, 14. März 2026

Aus jener Stadt kamen viele Samariter zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte. Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt. (Joh 4,39–42)

Ohne es zu ahnen, ist die samaritische Frau zu einer erfolgreichen Verkünderin geworden. Auch wenn die Leute sagen, sie müssen Jesus erst selbst sehen und hören, war doch sie es, die zuerst die Initiative ergriffen hat. Jesus hat mit ihr gesprochen, ihre Perspektive und damit ihr Leben geändert und sie damit in den Dienst des Reiches Gottes genommen. Auch heute ist die Verkündigung notwendig. Sie kann dann gelingen, wenn die eigene Glaubenserfahrung überzeugend weitergegeben wird. Die Vierzig Tage laden dazu ein, sich selbst in der Verkündigung zu engagieren.

Freitag, 13. März 2026

Die Sendung Jesu

Freitag der 3. Fastenwoche, 13. März 2026

Währenddessen baten ihn seine Jünger: Rabbi, iss! Er aber sagte zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt. Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht? Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu vollenden. (Joh 4,31–34)

Die Jünger meinen es gut mit Jesus. Er soll essen, ein bisschen an sich selbst denken, damit er bei Kräften bleibt. Jesus spricht aber von etwas anderem, von einer Speise, die innere Stärke verleiht. Es ist wichtig, auf sich selbst, die Gesundheit und das Wohlergehen zu achten. Das ist aber zu wenig, wenn es nur äußerlich bleibt. Um das zu erfüllen, was Gott von uns will, ist auch die innere, geistliche Stärke wichtig. Jesus hat eine Aufgabe, eine Sendung zu erfüllen. Er muss nach Jerusalem gehen und wird dort gekreuzigt werden. Der Glaube ist nicht immer einfach, trotzdem muss er konsequent gelebt werden.

Donnerstag, 12. März 2026

Begegnung verändert das Leben

Donnerstag der 3. Fastenwoche, 12. März 2026

Die Frau sagte zu Jesus: Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus heißt. Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden. Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, der mit dir spricht. Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach, doch keiner sagte: Was suchst du? oder: Was redest du mit ihr? Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen, kehrte zurück in die Stadt und sagte zu den Leuten: Kommt her, seht, da ist ein Mensch, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Christus? Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm. (Joh 4,25–30)

Die Begegnung mit Jesus verändert das Leben. Die samaritische Frau gibt eine richtige Antwort. Was Jesus dann sagt, geht darüber noch hinaus. Er ist gekommen, um ihr das zu verkünden, was für ihr Leben selbst wichtig ist. Auch wenn sie die ganze Tragweite noch nicht erfassen kann, geht sie in die Stadt, um den anderen davon zu erzählen. Die Jünger wundern sich, sagen aber lieber nichts. Allen ist gemeinsam, dass sie kommen und schauen wollen, was passiert. Es ist gut, darauf zu achten, was Jesus tut. Besser noch ist, sich von ihm mitnehmen zu lassen.

Mittwoch, 11. März 2026

Was ist richtig?

Mittwoch der 3. Fastenwoche, 11. März 2026

Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Joh 4,19–24)

Wie verhält man sich in der Religion richtig? Die Frau ist keine Expertin, weiß aber, was sich gehört. Sie kennt die religiösen Unterschiede zwischen Juden und Samaritern und sie erkennt Jesus als einen, der für den Glauben und die Religion steht. Die Streitpunkte wirken äußerlich: Welcher Ort ist der Richtige für das Gebet? Aber sie haben in den Auseinandersetzungen große Bedeutung. Bis heute fragen viele: Was ist richtig? Jesus geht aber darüber hinaus. Wesentlich ist, im Geist und in der Wahrheit Gott anzubeten. Die Äußerlichkeiten können dabei helfen, aber auch hinderlich sein. Die Vierzig Tage laden ein, sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Dienstag, 10. März 2026

Was wirklich wichtig ist

Dienstag der 3. Fastenwoche, 10. März 2026

Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen! (Joh 4,13–14)

Jesus verspricht das Wasser des ewigen Lebens. Die Frau hört aber nur das, was im Moment für sie wichtig scheint, sie soll keinen Durst mehr haben und muss daher nicht mehr kommen, um mit großer Anstrengung Wasser zu schöpfen. Viele Menschen sehnen sich nach ein bisschen Erleichterung im Leben und haben dabei keinen Blick für das Größere, das Jesus ihnen anbietet. Ihr Anliegen ist gut und wertvoll. Jesus möchte aber mehr für sie und mehr für alle Menschen. Die Vierzig Tage geben die Gelegenheit, sich zu fragen: Was ist wirklich wichtig in meinem Leben?