Mittwoch der 4. Fastenwoche, 18. März 2026
Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Er antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen und ich wusch mich und jetzt sehe ich. Einige der Pharisäer sagten: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen. (Joh 9,13–16)Die Pharisäer stehen hier für die Verteidiger der richtigen Religion und ihrer Vorschriften. Der Sabbat ist für die jüdischen Glauben sehr wichtig, daher achten sie so genau darauf, so sehr, dass über die Vorschriften das Heil des Menschen, der bisher in Dunkelheit gelebt hat, in Vergessenheit gerät. So ist es immer, wenn aus der Religion oder einer bestimmten Haltung eine Ideologie wird. Dabei wird anderen die Berechtigung für ihr Tun abgesprochen. So entstehen Spaltungen, und die Not der Menschen, die die anderen brauchen, wird vergessen. Die Vierzig Tage sind eine gute Gelegenheit, die eigenen Ansichten zu hinterfragen und Spaltungen zu überwinden.

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