Montag, 30. März 2026

Judas, der Freund

Montag der Karwoche, 30. März 2026

Noch während Jesus redete, siehe, da kam Judas, einer der Zwölf, mit einer großen Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren; sie waren von den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes geschickt worden. Der ihn auslieferte, hatte mit ihnen ein Zeichen vereinbart und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist es; nehmt ihn fest! Sogleich ging er auf Jesus zu und sagte: Sei gegrüßt, Rabbi! Und er küsste ihn. Jesus erwiderte ihm: Freund, dazu bist du gekommen? Da gingen sie auf Jesus zu, ergriffen ihn und nahmen ihn fest. (Mt 26,47–50)

Jesus nennt Judas seinen Freund. Er war ein Jünger, der ihm voll Eifer nachgefolgt ist. Sicher war seine Begeisterung ehrlich. Was ist mit ihm passiert, dass er zum Verräter wurde? Immer wieder verlassen Menschen ihre Ziele und Ideale, ja verraten diese. Sie wenden sich gegen die, mit denen sie gemeinsam gegangen sind. Diese schmerzliche Erfahrung müssen viele machen. Oft bleiben die Motive den anderen verborgen. Jesus sieht im Verräter Judas immer noch den Menschen, den er berufen hat, seinen Freund. Gott ist auch bei denen, die den guten Weg verlassen, denn die Umkehr ist immer noch möglich. Das Beispiel des Judas ist eine Mahnung, sich selbst zu fragen, ob der eigene Weg zum richtigen Ziel führt.

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