Montag, 23. März 2026

Zu den Menschen gehen

Montag der 5. Fastenwoche, 23. März 2026

Jesus liebte aber Marta, ihre Schwester und Lazarus. Als er hörte, dass Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt. Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen. Die Jünger sagten zu ihm: Rabbi, eben noch suchten dich die Juden zu steinigen und du gehst wieder dorthin? Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht; wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist. (Joh 11,5–10)

Jesus hat ein Herz für die Seinen, geht aber nicht sofort hin. Es braucht noch etwas Zeit, bis er sich auf den Weg macht. Die Jünger sehen eine große Gefahr. Die Gegner Jesu sind schon auf ihn aufmerksam geworden und trachten danach, ihm Verfehlungen nachzuweisen, um ihn ausschalten zu können. Deshalb drängen die Jünger Jesus, nicht nach Judäa zu gehen. Sie wollen sichergehen, dass nichts passiert. Aber Jesu Sendung ist anders. Er will und muss zu den Menschen gehen, die ihn brauchen, auch wenn das eine Gefahr für ihn und sein Leben bedeutet. Die Treue zu seiner Sendung und die Haltung anderen Menschen gegenüber ist ein Vorbild für alle, die ihm nachfolgen.

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