Samstag der 4. Fastenwoche, 21. März 2026
Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn? Da antwortete jener und sagte: Wer ist das, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn bereits gesehen; er, der mit dir redet, ist es. Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder. Da sprach Jesus: Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die nicht Sehenden sehen und die Sehenden blind werden. Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies. Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind? Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde. (Joh 9,35–41)Nachdem er wieder sehen kann, hat sich der Mann in der Diskussion auf die Seite Jesu gestellt. Jetzt ist nur noch ein Schritt notwendig, damit sein neues Leben beginnen kann. Als er Jesus wieder trifft, sprechen sie über den Glauben, er fällt auf die Knie und glaubt an Jesus. Er hat mit den Augen sehen gelernt und mit dem Herzen. Es gibt so viel Blindheit in der Welt und oft auch im eigenen Leben. Wer Jesus begegnet, lernt auf neue Art das zu sehen, was für das Leben wesentlich ist. Die Erzählungen von den Blindenheilungen in den Evangelien sind eindrucksvolle Glaubensgeschichten. Die Vierzig Tage sind eine Einladung, wieder selbst sehend zu werden.

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