Impuls zum Montag der 3. Adventswoche, 15. Dezember 2025
Darum, Brüder und Schwestern, haltet geduldig aus bis zur Ankunft des Herrn! Siehe, auch der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde, er wartet geduldig auf sie, bis Frühregen oder Spätregen fällt. Ebenso geduldig sollt auch ihr sein; macht eure Herzen stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe bevor. Klagt nicht übereinander, Brüder und Schwestern, damit ihr nicht gerichtet werdet! Seht, der Richter steht schon vor der Tür. Brüder und Schwestern, im Leiden und in der Geduld nehmt euch die Propheten zum Vorbild, die im Namen des Herrn gesprochen haben! (Jak 5,7–10)
Geduld ist heute nicht sehr beliebt. Viele sind ungeduldig, wollen nicht warten, sondern alles sofort haben. Wir sind gewöhnt, Getreide, Obst und Gemüse das ganze Jahr über zu bekommen. Auch exotische Früchte können leicht jederzeit gekauft werden. Den meisten Menschen bei uns fehlt die Erfahrung, auf die Ernte zu warten. Das Gute kommt nicht immer sofort und kann auch nicht erzwungen werden. Wer aus der Erwartung des Kommens Christi lebt, wird geduldiger mit der Welt, mit den anderen und sich selbst sein. Die adventliche Haltung eröffnet einen neuen Blick und stärkt das Herz. So eröffnet sie den Raum, in dem das Gute wachsen kann.

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