Impuls zum Mittwoch der 1. Adventswoche, 6. Dezember 2023
O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd,
dass Berg und Tal grün alles werd.
O Erd, herfür dies Blümlein bring,
o Heiland, aus der Erden spring.
Die nächste Strophe schließt an die vorige und nimmt den Jesajavers (45,8) weiter auf: “Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, sie lasse Gerechtigkeit sprießen” (Jes 45,8). Der Tau, der vom Himmel kommt, bringt die Erde zum Blühen. Mitten im Winter schauen wir auf den Frühling, wo wieder alles wächst, der Boden Nahrung gibt. Blumen und Blüten sind Zeichen der Erneuerung und der Hoffnung. Der Heiland wird von Jesaja als ein Zweig, ein Reis am “Baumstumpf Isais” bezeichnet (vgl. Jes 11,1). Aus dem Stamm David, der Isais Sohn ist, wird einer kommen, der die Erneuerung bringt. Der Heiland ist einer von uns, ein Mensch, der die ganze Menschheit stärkt. Gott will nicht das Alte beenden und durch etwas Anderes ersetzen. Das Gute ist schon da, auf vielerlei Weise. Die Erneuerung gelingt, wenn wir das Gute im eigenen Leben sehen und auch das viele Gute würdigen, das rings um uns herum passiert. So ist der Advent zurecht eine Zeit, wohltätig zu handeln, an humanitären Aktionen mitzuwirken und Gutes zu tun. Adventlich leben bedeutet, das Gute zu sehen, das schon da ist und den Weg zur Erneuerung weist.

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