Impuls zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, Freitag, 8. Dezember 2023
O klare Sonn, du schöner Stern,
dich wollten wir anschauen gern;
o Sonn, geh auf, ohn deinen Schein
in Finsternis wir alle sein.
In dieser Strophe verändert sich die Stimmung. Sonne und Stern sind Zeichen der Hoffnung, deshalb sehen wir sie gerne (“wollten” wird hier im Konjunktiv, nicht in der Vergangenheitsform verwendet). In der finsteren Zeit, im Winter, wird bewusst, wie wichtig das Licht der Sonne für das Leben ist, für das Wachsen der Pflanzen, die körperliche Gesundheit und das seelische Wohlbefinden. Der Glaube hat eine ähnliche Bedeutung für das menschliche Leben. Er gibt Orientierung und Halt aus der Erfahrung, dass ich von Gott angesprochen bin. So wie das Licht der Sonne manchmal fehlt, ist auch der Halt durch den Glauben an Gott nicht immer spürbar, weil andere Eindrücke viel drängender sind. Umso wichtiger ist es, bewusst zu glauben und den Glauben aktiv zu leben, in Gebet und Feier, in der Kirche, der Gemeinschaft, der Familie oder alleine. Gottesdienste stärken dazu, den Glauben im Alltag zu verwirklichen. Das geschieht durch Begegnungen mit anderen, ein gutes Wort für die, die es brauchen, Hilfestellungen oder ein wenig Zeit für Verwandte, Freunde, Bekannte, die mich brauchen. Adventlich leben bedeutet, bewusst den Glauben als Zeichen der Hoffnung zu leben.

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