Impuls zum Ersten Adventsonntag, 3. Dezember 2023
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Gebt Acht und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug die Vollmacht seinen Knechten, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam! (Mk 13, 33–37)
Diese Stelle aus dem Evangelium ist nicht beruhigend. Jesus legt uns nahe, die Stelle des Torwächters einzunehmen. Er muss Tag und Nacht wachsam sein. Sein Schlaf ist leicht, kann jederzeit gestört werden. Er hat seinen wichtigen Platz gleich beim Tor, ist der erste, dem die Gäste begegnen und der erste, der mit Problemen konfrontiert wird. Glauben ist nicht immer gemütlich, sondern manchmal anspruchsvoll und aufregend. Der Glaube kann sich nicht auf den eigenen Erfolgen ausruhen, sondern muss nach vorne blicken. Adventlich leben bedeutet, jederzeit bereit zu sein, Christus zu begegnen.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen