Impuls zum Dienstag der 1. Adventswoche, 5. Dezember 2023
O Gott, ein’ Tau vom Himmel gieß,
im Tau herab, o Heiland, fließ.
Ihr Wolken, brecht und regnet aus
den König über Jakobs Haus.
Wie wertvoll ist der Tau, der am Morgen die Wiesen und Felder benetzt. Die Klimakrise ist spürbar, es ist entweder zu trocken und zu heiß, oder Regen fällt in großen Mengen, so dass Überschwemmungen die Folge sind. Unwetter und Hagel nehmen zu. In dieser Strophe wird auf die Dürre Bezug genommen. Wenn die Erde ausgetrocknet ist, muss der Regen umso langsamer und dosierter kommen, bevor die Wolken ihre Schleusen öffnen, damit die fruchtbare Erde nicht weggeschwemmt wird. Da ist der Tau eine Wohltat. Die Strophe nimmt Bezug auf eine Stelle bei Jesaja: “Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen!” (Jes 45,8). Die Welt braucht zur Erneuerung Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Verständnis füreinander. Das Volk Israel sehnt sich nach einem gerechten König, der all diese Tugenden wieder aufleben lässt. Bis heute ist diese Sehnsucht nach Gerechtigkeit aktuell, denn nur ein gerechter, wertschätzender und verständnisvoller Umgang miteinander, der Menschen mit ihren Nächsten, der verschiedenen Gruppen in der Gesellschaft untereinander, der Völker und Nationen kann Frieden möglich machen. Adventlich leben bedeutet, den Anderen wertschätzend und gerecht zu begegnen, damit Friede schon im Kleinen möglich ist.

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