Mittwoch, 28. Februar 2018

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Alle sieben Bitten enthalten implizit auch Selbstverpflichtungen, doch bei dieser einen ist die Verpflichtung selbst ausgesprochen. Die Vergebung der Schuld ist die notwendige Voraussetzung für die Versöhnung. Ich habe Schuld auf mich geladen. Das gilt für alle Menschen. Wann immer ich in Sünde falle, bleibt Schuld zurück, den anderen, der Welt, mir selbst und Gott gegenüber. Gott zeigt den Weg aus dem Unheilskreislauf von Schuld und Sünde heraus.

Gott hat den ersten Schritt zur Versöhnung gesetzt mit dem Kommen seines Sohnes. Jesus ist ans Kreuz gegangen, um auch die letzten Sünder, die Verbrecher, die den Kreuzestod sterben müssen, zu versöhnen. Gott vergibt uns die Schuld, wenn wir dazu bereit sind. Darum bitten wir, damit wir den Neuanfang wagen können.

DIe Vergebung Gottes reicht aber nicht aus. Damit Versöhnung gelingt, müssen alle Menschen dazu bereit sein, besonders die, denen Böses angetan wurde. Die Bereitschaft zu vergeben ist die Voraussetzung für den Neuanfang. Gott bietet die Versöhnung an, wir müssen sie annehmen und das heißt, ich muss mich auch um die Versöhnung mit den anderen bemühen, an denen ich schuldig geworden bin.

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