Das Gebet beginnt mit der direkten, feierlichen Anrede. Jesus nennt Gott immer seinen Vater. Er tut das, damit auch wir Gott als Vater anrufen können, ja sogar als unseren Vater. Jesus ist in die Welt gekommen, um uns Menschen in eine neue Gemeinschaft mit Gott zu bringen. Gott bietet jedem und jeder Einzelnen die Gemeinschaft an, es liegt an uns, sie anzunehmen. Wer das Vater unser ehrlich betet, ist schon auf dem Weg zu Gott hin.
Wie es gelingt, eine Tochter oder ein Sohn Gottes, Tochter oder Sohn des Vaters im Himmel zu werden, sagt Jesus in der Bergpredigt und auch sonst immer wieder. Die Gebote helfen, keine Frage. Wir sollen sie erfüllen. Aber es ist noch viel mehr. Seid vollkommen, wie euer himmlischer Vater! Das Gute zu tun ist der Maßstab des Handelns, nicht das Böse zu vermeiden, das gelingt dann von selbst. Die Liebe zum Nächsten, bedingungslos auch zu den Feinden verhindert den Hass. Mit dieser Haltung gelingt die Nachfolge Jesu.
Der Himmel ist das Reich Gottes. Unter dem Himmel ist der Lebensraum der Menschen, den Gott geschaffen hat. So steht Himmel auch für die Geborgenheit, die Gott schenkt. Im Himmel hoffen wir einmal in ewiger Gemeinschaft mit Gott und miteinander die selige Ruhe zu finden. Den Weg zum Himmel führen die sieben Bitten, die Jesus anfügt. Sie enthalten einerseits viel, was wir von Gott erhoffen, anderseits auch unsere Bereitschaft, uns selbst einzubringen.
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