Wie sollen wir in rechter Weise beten? So fragen die Apostel Jesus. Und diese Frage stellen gläubige Männer und Frauen bis heute immer wieder. Ja, beten gehört zweifellos zum Glauben dazu. Als Kinder haben wir Gesten und Gebete gelernt. Wir wissen also, wie man sich beim Beten vermeintlich richtig benimmt. Viele haben das nicht mehr gelernt und so sind ihnen sogar die äußeren Formen fremd. Dann ist es fast unmöglich, zu einem richtigen Gebet zu kommen.
Die äußeren Formen und die bekannten Worte sind eine Hilfe, wir brauchen sie. Aber sie sind noch nicht alles. Wie gelingt es, dass mein Gebet ehrlich aus dem Herzen kommt? Dass ich auch wirklich meine, was ich bete? Dass sich mein tiefer, innerer Glaube im Gebet ausdrückt? Das ist ein sehr großer Anspruch,aber sehr wichtig, wenn ich es mit meinem Glauben ernst nehme.
Paulus schreibt von der Not des Gebetes im Brief an die Römer. Sein Ratschlag ist, auf den Heiligen Geist zu vertrauen, der in uns betet, seufzt und jubelt. Er zeigt auch auf, worum wir beten sollen. So wie der Glaube aus der Gnade, der Kraft des Heiligen Geistes kommt, so bringt auch der Geist das Gebet hervor, wenn ich es zulasse. Damit benennt Paulus die Grundhaltung, in der jedes Gebet geschieht. Wir stehen gleichsam nackt und mit bloßen Händen vor Gott und allzu oft fehlen uns die Worte. Das macht das Beten gerade heute so schwer.
Auch die Jünger Jesu kennen das Problem. Sie bitten ihn um eine Weisung. Und er gibt ihnen eine Hilfe, ein Gebet, das Christen weltweit bis heute beten, das Vater unser.
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