In unseren Ländern muss heute kaum jemand hungern, daher ist uns diese Bitte nicht so vertraut wie in anderen Gegenden dieser Welt. Sie macht bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, genug und mehr als genug zu essen zu haben. Niemand kann sich die Nahrung selbst machen, sie ist uns immer von der Erde geschenkt. Alles, was wir zu uns nehmen, musste zuvor wachsen und gedeihen. Wir beten darum, dass wir nicht hungern müssen und auch alle anderen Menschen nicht.
Zum täglichen Brot gehört auch der Sinn des Lebens, das Miteinander, das gute Wort. So bitten wir darum, dass Gott das Lebensnotwendige gibt. Gleichzeitig machen wir uns bewusst, dass wir mit unseren Bedürfnissen in vielfältiger Weise abhängig sind von der Umwelt und letztlich von Gott. Dieses Bewusstsein ist ein Zeichen eines tiefen, lebendigen Glaubens.
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