In der Mitte der Verkündigung Jesu steht das Wort: das Reich Gottes ist nahe. Überall dort, wo sich die Gnade verwirklicht, wo das Gute getan, die Nächstenliebe gelebt wird, ist das Reich Gottes schon unter uns. Jesus ist auf die Welt gekommen, um das Reich Gottes zu den Israeliten und zu allen Menschen zu bringen. Ja er selbst ist das Reich Gottes in Person. Wir bitten also um etwas, das in Jesus schon geschehen ist oder zumindest schon angefangen hat.
Das Reich Gottes verwirklicht Gott überall dort, wo Menschen leben, wie Jesus vorgelebt hat. Das geht nicht ohne das Wirken des Heiligen Geistes und die Gnade. Es verlangt aber auch die Freiheit. Wir beten darum, dass das Reich bei uns und mit uns gegenwärtig werde. Wir beten darum, dass Christus mitten in der Welt seine Kirche aufbaut aus lebendigen Steinen, aus uns Menschen. Das Reich Gottes kommt zum Heil für die Welt und die Kirche ist das Sakrament des Heils für alle Menschen. Wir Menschen können in das Reich Gottes eintreten, indem wir uns bekehren und unser Leben nach dem Vorbild Christi gestalten. Mit der Bitte ist also die Bereitschaft verbunden, sich von Jesus Christus in das Reich Gottes lebendig einfügen zu lassen.
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