Ostersonntag, 20. April 2025
Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Und es geschah, während sie darüber ratlos waren, siehe, da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. (Lk 24,1-6a)
Die Frauen kommen zum Grab, um für ein würdiges Begräbnis zu sorgen. Gleich nach Sonnenaufgang machen sie sich auf den Weg. Mehr können sie für Jesus nicht mehr tun, so denken sie. Die Enttäuschung wird aber noch größer: Das Grab ist offen, der Leichnam nicht mehr da. Da geschieht das Unerwartete. Mitten in der Trauer und der Enttäuschung sind sie bereit für die Osterfreude, die die Engel verkünden. Was wirklich geschehen ist, können nur die verstehen, die an Jesus glauben: Er ist auferstanden, er lebt. Jetzt können sie selbst zu Zeuginnen werden und die Osterfreude verbreiten. In jeder Osternacht werden die Christinnen und Christen aufs Neue berufen, zu Verkünderinnen und Verkündern zu werden. Sie sollen die Botschaft in die Welt tragen: Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Halleluja!

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