Sonntag, 23. März 2025

In allen Menschen das Gute sehen

Dritter Fastensonntag, 23. März 2025


Jesus erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine. Da sagte er zu seinem Winzer: Siehe, jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen? Der Winzer erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er in Zukunft Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen! (Lk 13,6-9)

Das Gleichnis vom Feigenbaum erinnert daran, dass Gott sein Volk immer wieder von falschen Wegen zurückholt. Niemand ist für Gott verloren, weil er in allen Menschen das Gute sieht. Diese Haltung soll das menschliche Miteinander prägen. Anstatt einander gegenseitig Verfehlungen aufzurechnen, soll der Blick auf das Gute, auf die gemeinsamen Möglichkeiten gerichtet werden. Das ist keineswegs einfach, aber oft lohnend. Es noch einmal zu probieren, aufeinander wieder zuzugehen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern drückt Wertschätzung aus und das Vertrauen, das in jedem Menschen das Gute vorhanden ist. Die Vierzig Tage laden ein, in allen Menschen das Gute zu sehen.

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