Impuls zum Vierten Adventsonntag, 22. Dezember 2024
Aber du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen. Darum gibt er sie preis, bis zu der Zeit, da die Gebärende geboren hat. Dann wird der Rest seiner Brüder zurückkehren zu den Söhnen Israels. Er wird auftreten und ihr Hirt sein in der Kraft des HERRN, in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes. Sie werden in Sicherheit wohnen; denn nun wird er groß sein bis an die Grenzen der Erde. Und er wird der Friede sein. (Mi 5,1-4a)
Es sind nicht immer die Großen und Starken, die das Heil bringen. Ein Neuanfang beginnt oft klein, unscheinbar. Zeichen davon sind überall dort zu finden, wo das Zerstreute wieder gesammelt wird, wo die Getrennten zusammenfinden, Zerstrittene wieder miteinander reden. Der Friede kann nur dann entstehen, wenn die Menschen aus ihren eigensinnigen Enklaven zurückkehren, wenn sie aus ihrer Vereinzelung herauskommen und Schritte aufeinander zu gehen. Der Advent ist eine gute Gelegenheit, damit anzufangen. Wo Menschen das Miteinander wieder neu stärken, da ist Hoffnung lebendig erfahrbar. Da kann Christus Mensch werden.

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