Karfreitag, 29. März 2024
Als die sechste Stunde kam, brach eine Finsternis über das ganze Land herein - bis zur neunten Stunde. Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija! Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt. Jesus aber schrie mit lauter Stimme. Dann hauchte er den Geist aus. Da riss der Vorhang im Tempel in zwei Teile von oben bis unten. Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn. (Mk 15,33-38)
Es ist ein Schauspiel für die, die vorübergehn. Jesus betet in seiner Verzweiflung. Er fühlt sich von Gott verlassen. Die Zuschauer verstehen nicht, was vor sich geht und deuten die Worte anders. Die Tiefe des Geheimnisses verstehen nur die, denen es Gott schenkt. Sie müssen nicht besonders würdig sein. Es ist der römische Hauptmann, ein Heide, der für die Hinrichtung verantwortlich ist, dem an Jesus überhaupt nichts liegt, der die Wahrheit ausspricht. Damit wird er zum Vorbild für alle Suchenden. Zur Auferstehung können nur die kommen, die Jesus als Gottes Sohn erkennen.

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