Montag der Karwoche, 25. März 2024
Noch während er redete, kam Judas, einer der Zwölf, mit einer Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren; sie waren von den Hohepriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten geschickt worden. Der ihn auslieferte, hatte mit ihnen ein Zeichen vereinbart und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist es. Nehmt ihn fest, führt ihn sicher ab! Und als er kam, ging er sogleich auf Jesus zu und sagte: Rabbi! Und er küsste ihn. Da legten sie Hand an ihn und nahmen ihn fest. (Mk 14,43-46)
Von einem Freund verraten zu werden, tut weh. Dadurch wird die Ablehnung, die Jesus erfährt, noch schmerzhafter. Die Gegner Jesu wollen ihn und das Reich Gottes, das er bringt, mit Schwertern und Knüppeln bekämpfen. Bis heute wird dem Reich Gottes Gewalt angetan, manchmal offen, öfter subtil. Niemand ist davor geschützt, selbst zum Verräter zu werden. Es geschieht dort, wo die eigenen Vorstellungen mit dem Evangelium verwechselt werden. Die Passionserzählung fordert die eigene Haltung heraus: Bin ich bereit, wirklich mit Jesus zu gehen?

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