Montag, 14. April 2014

Montag der Karwoche, 14. April 2014

Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt. Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte: Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben? (Joh 12,3-5)

Maria gibt sich ganz Jesus hin und tut alles für ihn. Judas, der später zum Verräter wird, sucht hingegen einen anderen Zweck. Warum etwas für Jesus ausgeben, Teures für ihn verwenden, sich ganz auf ihn konzentrieren? Es ist gut, etwas für die Armen zu tun. Aber wer nur rechnet und den vermeintlich günstigsten Weg sucht, geht an der Sache selbst vorbei. Wer sich nicht ganz auf Jesus einlässt, wird das Leben in ihm nicht gewinnen.

Sonntag, 13. April 2014

Palmsonntag, 13. April 2014

Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. (Mt 21,4-5)

Jesus ist König, aber nicht wie ein irdischer Herrscher. Sein Thron ist das Kreuz, sein Sieg die Auferstehung. Er kommt, um die Welt zum Guten zu verwandeln. Wer sich von ihm ergreifen lässt, der ist schon gewandelt.

Samstag, 12. April 2014

Samstag der 5. Fastenwoche, 12. April 2014

Einer von ihnen, Kajaphas, der Hohepriester jenes Jahres, sagte zu ihnen: Ihr versteht überhaupt nichts. Ihr bedenkt nicht, dass es besser für euch ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht. Das sagte er nicht aus sich selbst; sondern weil er der Hohepriester jenes Jahres war, sagte er aus prophetischer Eingebung, dass Jesus für das Volk sterben werde. Aber er sollte nicht nur für das Volk sterben, sondern auch, um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln. (Joh 11,49-52)

Wie viele wissen, was scheinbar gut für alle ist. Gute Ratschläge auf Kosten anderer sind an der Tagesordnung. Jesus soll sterben, weil es für das politische Kalkül gut ist. Zu Ostern wird aber aus dem Opportunismus des Kajaphas die Erlösung für alle Menschen, weil Gott eingreift und seinen Sohn auferweckt.

Freitag, 11. April 2014

Freitag der 5. Fastenwoche, 11. April 2014

Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht. Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin. (Joh 10,37-38)

Man kann sich gegen Jesus sperren. Man kann sich gegen Gott wehren oder auch ihm einfach gleichgültig gegenüberstehen. Gott erfahren kann ich nur, wenn ich für das Gute sensibel bin, das um mich herum geschieht. Dann erkenne ich die Werke, die Jesus für mich tut.

Donnerstag, 10. April 2014

Donnerstag der 5. Fastenwoche, 10. April 2014

Amen, amen, ich sage euch: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen. (Joh 8,51)

Das Wort Jesu, das Evangelium schenkt Leben, schon hier auf Erden und erst recht in Ewigkeit. Nur in seinem Wort, ja nur in ihm selbst, ist der Tod überwunden.

Mittwoch, 9. April 2014

Mittwoch der 5. Fastenwoche, 9. April 2014

Jesus sprach zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien. (Joh 8,31-32)

Die Wahrheit ist oft schmerzhaft und nicht leicht zu tragen. Wer Jesus nachfolgt, muss sich aber darum bemühen. Umkehr und Versöhnung können nur mit der Wahrheit gelingen. Wenn ich anderen und mir selbst etwas vorlüge, dann ist kein Neuanfang möglich.

Dienstag, 8. April 2014

Dienstag der 5. Fastenwoche, 8. April 2014

Da sagte Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, dass Ich es bin. Ihr werdet erkennen, dass ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat. Und er, der mich gesandt hat, ist bei mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich immer das tue, was ihm gefällt. (Joh 8,28-29)

Wer Jesus wirklich ist, wird erst durch das Kreuz deutlich und das auch nur für die, die sich im Glauben öffnen. Jesus handelt nämlich nicht für sich selbst und von sich selbst aus, sondern immer im Namen Gottes, seines Vaters. Wenn ich sein Jünger sein will, muss ich auch das tun, was Gott von mir will.