Freitag, 3. April 2026

Das Zeichen des Sieges

Karfreitag, 3. April 2026

Von der sechsten Stunde an war Finsternis über dem ganzen Land bis zur neunten Stunde. Um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lema sabachtani?, das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Er ruft nach Elija. Sogleich lief einer von ihnen hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab Jesus zu trinken. Die anderen aber sagten: Lass, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihm hilft. Jesus aber schrie noch einmal mit lauter Stimme. Dann hauchte er den Geist aus. Und siehe, der Vorhang riss im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich. Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt. Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen. Als der Hauptmann und die Männer, die mit ihm zusammen Jesus bewachten, das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, erschraken sie sehr und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn war dieser! (Mt 27,45–54)

Jesus von Gott verlassen – die Vorstellung ist unerträglich. Was passiert, wenn er, der Gott, dem Vater, so nahe ist, wie niemand sonst, von Gott verlassen ist? Jesus geht so weit, wie der Sohn Gottes nur gehen kann. Er geht dorthin, wo Gott fern ist, um alle zu erreichen, wie weit sie auch von Gott weg sein mögen. Sein Tod verändert die Welt und die Geschichte. Jesus ist gestorben, um alle Menschen zu versöhnen und zu Gott zurückzuführen. Das Allerheiligste im Tempel ist jetzt nicht mehr verhüllt. Alle können Gott dort begegnen. Die Soldaten, die Peiniger Jesu, bemerken es: Dieser war mehr als nur ein Mensch. Er war Gottes Sohn. Das Kreuz ist kein Schmuckstück, kein kulturelles Symbol, sondern das Zeichen des Sieges über Sünde und Tod. Der Karfreitag erinnert daran, das Kreuz bewusst zu ehren und im Leben zu tragen.

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