Karsamstag, 4. April 2026
Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef; auch er war ein Jünger Jesu. Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu überlassen. Josef nahm den Leichnam und hüllte ihn in ein reines Leinentuch. Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg. Auch Maria aus Magdala und die andere Maria waren dort; sie saßen dem Grab gegenüber. (Mt 27,57–61)Wenn die Toten nicht mehr geehrt werden, ist die Humanität in Frage gestellt. Josef von Arimathäa kann nicht viel für Jesus tun, aber er kann für ein würdiges Begräbnis sorgen. Er stellt sogar sein eigenes Grab zur Verfügung. Von den vielen, die Jesus nachgegangen sind, bleiben nur zwei Frauen über. Der Karsamstag ist geprägt von der Trauer über den Verlust, ein stiller Tag. Doch das Grab wird zum Zeichen des neuen Lebens und zu einem Ort der Hoffnung. Damit die Auferstehung geschehen kann, muss Jesus zuerst zu den Toten gehen, um sie zum Leben zu führen. Die Hoffnung ist lebendig, wenn das Leben in die Hand Gottes gelegt wird.

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