Samstag, 19. April 2014

Karsamstag, 19. April 2014

Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur heimlich. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab. Es kam auch Nikodemus, der früher einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist. An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei. (Joh 19,38-42)

Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe. Jesus geht zu den Toten. Er ist mit den Menschen auch im Tod solidarisch. Die Jünger waren alle geflohen, nur ein reicher Mann aus dem Hohen Rat der Juden und ein führender Pharisäer sorgen für ein würdiges Begräbnis. Sie erweisen ihm diesen letzten Dienst. Wie gehe ich mit dem Tod und unseren Toten um? So ist heute auch eine Gelegenheit, für die Verstorbenen zu beten, besonders für die, an die keiner mehr denkt.

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