Mittwoch, 25. Dezember 2024

Die Hoffnung in der Krippe

Impuls zum Hochfest der Geburt unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus, 25. Dezember 2024

Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. Die große Herrschaft und der Frieden sind ohne Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit, von jetzt an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird das vollbringen. (Jes 9,5-6)

In den vielen Konflikten und Krisen unserer Tage leiden Kinder besonders. Viele bleiben alleine oder müssen um ihr Leben fürchten. Niemand achtet scheinbar auf sie. Doch Kinder sind die Hoffnungsträger für die Zukunft. Das Kind in der Krippe erinnert daran, dass die Erneuerung oft nicht durch das Große, Strahlende passiert, sondern unscheinbar beginnt. Gott wirkt durch das Kind in der Krippe und Gott wirkt immer weiter durch Kinder, die die Welt zum Besseren verändern und Frieden bringen. Deshalb geht von jedem Kind Hoffnung und Segen für diese Welt aus.

Dienstag, 24. Dezember 2024

Licht der Hoffnung

Impuls zum 24. Dezember 2024, Heiliger Abend

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens. (Lk 1,78-79)

Inmitten des Winters, wenn die Tage am kürzesten sind, feiern die Christinnen und Christen die Geburt Jesu. Gott kommt in die Welt, um Licht in das Dunkel zu bringen. Wo Licht ist, da ist Hoffnung. Der Blick richtet sich nach vorne und Friede wird möglich. Die Geburt Jesu Christ hat die Welt verändert, damit alle, die zu Jesus gehören, erleuchtet werden und das Licht in die Welt hinaustragen, damit Weihnachten für alle ein Tag der Freude und der Zuversicht wird.

Montag, 23. Dezember 2024

Die Hoffnung weitergeben

Impuls zum Montag der 4. Adventswoche, 23. Dezember 2024

Denn ich, ich kenne die Gedanken, die ich für euch denke – Spruch des HERRN –, Gedanken des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben. Ihr werdet mich anrufen, ihr werdet kommen und zu mir beten und ich werde euch erhören. Ihr werdet mich suchen und ihr werdet mich finden, wenn ihr nach mir fragt von ganzem Herzen. (Jer 29,11-13)

Gott will für die Menschen, die seine Geschöpfe sind, immer das Gute. Diese Erfahrung ist für den Glauben prägend. Gottes Zusagen sind heilsam und eröffnen neue Wege. Deshalb können Gläubige hoffnungsvoll in die Zukunft sehen. Von diesem Glauben soll die Haltung allen anderen gegenüber geprägt sein. Wer so lebt, ist zugänglich für die, die Zuwendung brauchen, und verlässlich. Wer selbst Hoffnung hat, wird sie bereitwillig an andere weitergeben.

Sonntag, 22. Dezember 2024

Hoffnung für die Vereinzelten

Impuls zum Vierten Adventsonntag, 22. Dezember 2024

Aber du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen. Darum gibt er sie preis, bis zu der Zeit, da die Gebärende geboren hat. Dann wird der Rest seiner Brüder zurückkehren zu den Söhnen Israels. Er wird auftreten und ihr Hirt sein in der Kraft des HERRN, in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes. Sie werden in Sicherheit wohnen; denn nun wird er groß sein bis an die Grenzen der Erde. Und er wird der Friede sein. (Mi 5,1-4a)

Es sind nicht immer die Großen und Starken, die das Heil bringen. Ein Neuanfang beginnt oft klein, unscheinbar. Zeichen davon sind überall dort zu finden, wo das Zerstreute wieder gesammelt wird, wo die Getrennten zusammenfinden, Zerstrittene wieder miteinander reden. Der Friede kann nur dann entstehen, wenn die Menschen aus ihren eigensinnigen Enklaven zurückkehren, wenn sie aus ihrer Vereinzelung herauskommen und Schritte aufeinander zu gehen. Der Advent ist eine gute Gelegenheit, damit anzufangen. Wo Menschen das Miteinander wieder neu stärken, da ist Hoffnung lebendig erfahrbar. Da kann Christus Mensch werden.


Samstag, 21. Dezember 2024

Hoffnung bringt Segen

Impuls zum Samstag der 3. Adventswoche, 21. Dezember 2024

Gesegnet der Mensch, der auf den HERRN vertraut und dessen Hoffnung der HERR ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und zum Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, er hört nicht auf, Frucht zu tragen. (Jer 17,7-8)

Wenn Bäume fest verwurzelt sind, können sie die Zeiten der Dürre leichter überstehen. Ebenso ist es mit Menschen, die fest im Glauben verwurzelt sind. Die Durststrecken des Lebens sind für sie leichter zu ertragen. Die Hoffnung lässt sie auch in schweren, scheinbar aussichtslosen Situationen den Blick nach vorne nicht verlieren. Sie sind gesegnet und können auch für andere zum Segen werden.

Freitag, 20. Dezember 2024

Hoffnung und Zuwendung zur Schöpfung

Impuls zum Freitag der 3. Adventswoche, 20. Dezember 2024

Selig, wer den Gott Jakobs als Hilfe hat, wer seine Hoffnung auf den HERRN, seinen Gott, setzt. Er ist es, der Himmel und Erde erschafft, das Meer und alles, was in ihm ist. Er hält die Treue auf ewig. (Ps 146,5-6)

Die Grunderfahrung, dass ich mich nicht selbst gemacht habe, sondern mir von Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, geschenkt bin, ist eine starke Triebkraft für den Glauben. Wer auf Gott vertraut, ist fest verbunden mit ihm, dem Ursprung des Lebens. Aus diesem Wissen folgt eine starke Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung. Wo Menschen die anderen Geschöpfe in liebevoller Zuwendung achten, da ist Hoffnung.

Donnerstag, 19. Dezember 2024

Hoffnung von Anfang an

Impuls zum Donnerstag der 3. Adventswoche, 19. Dezember 2024

Denn du bist meine Hoffnung, Herr und GOTT, meine Zuversicht von Jugend auf. Vom Mutterleib an habe ich mich auf dich gestützt, aus dem Schoß meiner Mutter hast du mich entbunden, dir gilt mein Lobpreis allezeit. Für viele wurde ich wie ein Gezeichneter, du aber bist meine starke Zuflucht. (Ps 71,5-7)

Welchen Wert hat der Glaube der Kindheit? Manche vertrauen dem Glauben nicht, weil er schon immer da war, zum Überkommenen gehört und nicht selbst gefunden worden ist. Kann denn etwas so Einfaches und Altes für meinen Glauben überhaupt gut sein? Habe ich Gott in meinem Leben überhaupt schon gefunden? Die Erfahrung des Beters im Psalm ist anders. Nicht er hat Gott gefunden, sondern Gott hat ihn gefunden, schon im ersten Moment seines Daseins. Gott selbst ist der Ursprung meines Lebens. Diese Erkenntnis zuzulassen, gibt Geborgenheit und Hoffnung.