Samstag, 25. Dezember 2021

Die Botschaft von Freude und Friede

Impuls: Weihnachten, Geburt Jesu Christi, 25. Dezember 2021


Und es geschah, als die Engel von ihnen in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Lasst uns nach Betlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr kundgetan hat! So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. (Lk ,15-20)


Früh morgens am Weihnachtstag gedenkt die Kirche der Hirten. Sie hören die Botschaft des Engels und machen sich auf den Weg, um das Kind zu sehen. Alle können die Verkündigung von Freude und Frieden hören. Nur die, die sich auch auf den Weg machen, begegnen dem Kind in der Krippe. Weihnachten ist die Einladung an uns, uns jedes Jahr neu aufzumachen, zu Jesus zu gehen, damit er uns die Weihnachtsfreude schenkt. Das ist der Segen des Weihnachtsfestes!



Freitag, 24. Dezember 2021

Gott zu Gast bei uns

Impuls: Heiliger Abend, 24. Dezember 2021


Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause seines Knechtes David. So hat er verheißen von alters her durch den Mund seiner heiligen Propheten. (Lk 1,68-70)

Weihnachten ist die Zeit der Besuche, auch in der Pandemie sollen diese mit der gebotenen Vorsicht stattfinden. Manche sind willkommen, andere vielleicht lästig. Im Evangelium ist davon die Rede, dass Gott sein Volk besucht. Gott will auch bei uns zu Gast sein. Werde ich Gott mit frohem Herzen empfangen oder ist er doch lästig? Der Advent ist dafür da, sich auf diesen Gast vorzubereiten, damit er eintreten, Erlösung bringen und uns die Weihnachtsfreude schenken kann. Heute ist es soweit, lasst ihn herein!

Donnerstag, 23. Dezember 2021

Die Hand des Herrn

Impuls: Donnerstag der vierten Adventswoche, 23. Dezember 2021


Und alle ihre Nachbarn gerieten in Furcht und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa. Alle, die davon hörten, nahmen es sich zu Herzen und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. (Lk 1,65-66)

Nach der Geburt Johannes des Täufers waren die Menschen beunruhigt über die Aussichten des Kindes, heißt es im Evangelium. Wo Gott wirkt, ist nicht automatisch alles einfacher. Es gibt Widerspruch. Der Glaube ist heute nicht überall populär, im Leben vieler Gläubiger gibt es Johannes-Momente. Die Geburt des Johannes zeigt, dass von dort, wo die Hand des Herrn wirkt, eine Kraft ausgeht, die auch im Widerspruch wirkt.


Mittwoch, 22. Dezember 2021

Die Freude des Glaubens

Impuls: Mittwoch der vierten Adventswoche, 22. Dezember 2021


Hanna betete. Sie sagte: Mein Herz ist voll Freude über den HERRN, erhöht ist meine Macht durch den HERRN. Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde; denn ich freue mich über deine Hilfe. Keiner ist heilig wie der HERR; denn außer dir ist keiner; keiner ist ein Fels wie unser Gott. (1 Sam 2,1-2)

Weihnachten ist ein Fest der Freude. Und doch sind heute viele Menschen von der Angst geprägt. Sicher gibt es viel Anlass zur Sorge, aber der Glaube an Gott, der in Jesus Mensch geworden ist, vermag die Angst zu überwinden. Hanna hat die Hilfe Gottes erfahren. Ihr Lied von Freude und Zuversicht ist das Vorbild für gläubige Frauen und Männer zu allen Zeiten. Advent heißt, aus der Freude des Glaubens leben.

Dienstag, 21. Dezember 2021

Kinder sind ein Segen

Impuls: Dienstag der vierten Adventswoche, 21. Dezember 2021


Und es geschah, als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. (Lk 1,41-42)

Schon bei der Schöpfung heißt es von den Menschen, dass Gott sie segnet. Der Segen ist ihnen gegeben und ist im Glauben erfahrbar. Das ist gemeint, wenn es von Elisabet heißt, das Kind hüpfte in ihrem Leib. Jesus ist das gesegnete Kind und selbst der Segen für die Welt. In ihm ist jedes Kind gesegnet und kommt in die Welt, um Segen für andere zu sein. Advent heißt, der Segen Gottes kommt in die Welt.


Montag, 20. Dezember 2021

Gott gibt Zeichen

Impuls: Montag der vierten Adventswoche, 20. Dezember 2021


Der HERR sprach weiter zu Ahas und sagte: Erbitte dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, tief zur Unterwelt oder hoch nach oben hin! Ahas antwortete: Ich werde um nichts bitten und den HERRN nicht versuchen. Da sagte er: Hört doch, Haus Davids! Genügt es euch nicht, Menschen zu ermüden, dass ihr auch noch meinen Gott ermüdet? Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben. (Jes 7,10-14)

Heute scheint uns der Gedanke an Zeichen Gottes seltsam zu sein. Kommt unsere Welt nicht ohne die Zeichen Gottes aus? Diese Stelle aus dem Jesajabuch macht es noch verwirrender. Es soll für Gott ermüdend sein, wenn der König kein Zeichen erbitten möchte? Glauben bedeutet, sich bewusst sein, dass ich mein ganzes Leben nicht mir selbst, sondern einem anderen, Gott verdanke. Das Kommen in die Welt ist auch ein Dialogangebot Gottes an alle Menschen. Im Glauben werden die Zeichen Gottes spürbar. Das gilt etwa dort wo Menschen aufeinander zu gehen, wo Heilung und Versöhnung geschieht.

Sonntag, 19. Dezember 2021

Selig, die glauben

Impuls: 4. Adventssonntag, 19. Dezember 2021


In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Und es geschah, als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. (Lk 1,39-45)

Zu Weihnachten feiern wir das Wunder der Geburt Jesu Christi. In den Evangelien werden eine Reihe von Begebenheiten erzählt, die zu diesem Wunder gehören. Doch sollte dabei nicht übersehen werden, dass es vor allem um das Wunder des Glaubens geht. Gott spricht Menschen an, um mit ihnen gemeinsam den Weg des Heiles zu gehen. Maria und Elisabet folgen ihm und erfahren am eigenen Leib das Wirken Gottes. Im Glauben sind wir sicher, dass Gott alle Menschen, dich und mich anspricht. Selig sind, die wie Maria glauben und vertrauensvoll die Wege Gottes gehen.