Dienstag, 1. April 2014

Dienstag der 4. Fastenwoche, 1. April 2014

Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh! Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging. Dieser Tag war aber ein Sabbat. (Joh 5,8-9)

Das Wort Jesu schenkt Heil. Die anderen haben ihn bedauert, wollten ihn helfen, in seiner Situation irgendwie zurechtzukommen. Da ist ein Armer, der nicht gehen kann, was für ein Glück für mich, dass es mir gut ist, denken sie. Jesus aber lässt es nicht dabei. Er wendet sich dem, der nicht mehr weiterkommt, zu und sagt: Steh auf! Geh deinen Weg selbst! Mit dem Glauben geht es!

Montag, 31. März 2014

Montag der 4. Fastenwoche, 31. März 2014

Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg. Noch während er unterwegs war, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt. (Joh 4,50-51)


Wir haben gelernt, skeptisch zu sein. Nur was ich überprüft oder selbst gemacht habe, das gilt für mich wirklich. Jesus aber lehrt mich zu vertrauen. Ich kann nicht alles selbst vollbringen und muss es auch gar nicht. Wie oft geschieht etwas Gutes, das mir einfach nur geschenkt wird. Fastenzeit bedeutet, lernen Gott zu vertrauen.

Sonntag, 30. März 2014

4. Fastensonntag, 30. März 2014

Da sprach Jesus: Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden. Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies. Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind? Jesus antwortete ihnen: Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde (Joh 9,39-41).

Wie gerne redet man sich darauf aus, man hätte ja nichts gewusst. Das Wegschauen, wo Menschen meine Hilfe brauchen würden, ist weit verbreitet. Jesus sagt zu den Pharisäern: Ihr wisst, was ihr tut. Also müsst ihr dafür auch die Verantwortung übernehmen. Wenn ich weiß, was ich tun sollte, dann wiegt die Verfehlung umso schwerer. 

Samstag, 29. März 2014

Samstag der 3. Fastenwoche, 29. März 2014

Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig! (Lk 18,13)

Wir stehen gerne ganz hinten in der Kirche, um nicht den Eindruck von Hochmut oder Selbstgerechtigkeit zu erwecken. Selbstkritik ist wichtig, sie darf nicht oberflächlich sein, soll aber auch nicht das Gute in meinem Leben übersehen. Sicher bin ich ein Sünder, aber die Gnade Gottes hat in meinem Leben auch schon viel Gutes bewirkt. Dafür darf ich dankbar sein.

Freitag, 28. März 2014

Freitag der 3. Fastenwoche, 28. März 2014

Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden (Mk 12,29-31).

Gottes- und Nächstenliebe, darin kommt das ganze Gesetz der Bibel zusammen. Das sind auch keine Größen, die in Konkurrenz zueinander stehen. Wer Gott liebt, wird immer zugleich die Menschen lieben, die Gottes Kinder sind. Und wer die Menschen liebt, kann seinen Blick nicht vor dem Größeren verschließen, der die Menschen geschaffen hat. Zweierlei Liebe, die echt menschlich ist.

Donnerstag, 27. März 2014

Donnerstag der 3. Fastenwoche, 27. März 2014

Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen (Lk 11,19-20).

Teufel und Dämonen wollen so gar nicht in unser heutiges, modernes Denken passen. Aber ist das Böse nicht eine große Macht in unserer Welt? Manche glauben, sie können mit dem Bösen spielen, ja paktieren. Jesus aber sagt: Wer sich mit dem Bösen einlässt, der kann nicht zum Reich Gottes gehören.

Mittwoch, 26. März 2014

Mittwoch der 3. Fastenwoche, 26. März 2014

Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich (Mt 5,18-19).

Die Gesetze des Alten Bundes, die Zehn Gebote gelten. Das ist für Jesus selbstverständlich und sollte auch für uns gelten. Frei sein in Christus bedeutet nicht, dass es keine Gebote mehr gibt, sondern dass die Gebote leicht sind, weil sie die Freiheit erst ermöglichen. Denn frei sind nur Menschen, die auch Verantwortung füreinander tragen.