Mittwoch, 14. Dezember 2022

Gott will Gerechtigkeit

Impuls zum Mittwoch der 3. Adventswoche, 14. Dezember 2022


Ich bin der HERR und sonst niemand. Der das Licht formt und das Dunkel erschafft, der das Heil macht und das Unheil erschafft,ich bin der HERR, der all dies macht. Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, sie lasse Gerechtigkeit sprießen. Ich, der HERR, erschaffe es. (Jes 45,6b-8)

Der Glaube ist nicht harmlos. Gott stellt einen Anspruch an mich und mein Leben. Das ist heute vielen unangenehm. Ich allein soll doch ein Recht haben, mein Handeln zu bestimmen. Der Anspruch Gottes ist anders als irdische Vorstellungen. Er will Gerechtigkeit durch die Menschen und ihr Handeln. Wo Menschen sich einander in Wertschätzung und Gerechtigkeit zuwenden, da ist Hoffnung.

Dienstag, 13. Dezember 2022

Gott ist auf der Seite der Armen

Impuls zum Dienstag der 3. Adventswoche, 13. Dezember 2022

Die aufschrien, hat der HERR erhört, er hat sie all ihren Nöten entrissen. Nahe ist der HERR den zerbrochenen Herzen und dem zerschlagenen Geist bringt er Hilfe. (Ps 34,18-19)

Gott ist bei den Armen, denen es schlecht geht. Oftmals wird das in der Bibel betont. Für uns, denen es gut geht, ist das ein entscheidender Hinweis. Ich soll so handeln, wie Gott handelt, mich also auch denen zuwenden, denen es nicht gut geht, den Armen, Benachteiligten, Trauernden. Advent wird, wenn ich selbst die Leidenden Nächsten wahrnehme.

Montag, 12. Dezember 2022

Sich von Gott führen lassen

Impuls zum Montag der 3. Adventswoche, 12. Dezember 2022


Zeige mir, HERR, deine Wege, lehre mich deine Pfade! Führe mich in deiner Treue und lehre mich; denn du bist der Gott meines Heils. Auf dich hoffe ich den ganzen Tag. (Ps 25,4-5)

Jede und jeder weiß selber, was für sie oder ihn gut ist, so ist heute das verbreitete Verständnis. Eine Haltung, die von der christlichen Hoffnung geprägt wird, ist anders. Wer von der Hoffnung geprägt ist, kann nach vorne blicken und sich überraschen lassen. Advent fordert die Bereitschaft, die eigenen Vorstellungen zu überdenken und die Führung Gottes anzunehmen.

Sonntag, 11. Dezember 2022

Ungeduldig warten

Impuls zum 3. Adventssonntag, 11. Dezember 2022

Haltet geduldig aus bis zur Ankunft des Herrn! Siehe, auch der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde, er wartet geduldig auf sie, bis Frühregen oder Spätregen fällt. Ebenso geduldig sollt auch ihr sein; macht eure Herzen stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe bevor. (Jak 5,7-8)

Geduld ist eine seltene Tugend geworden. Viele wollen alles sofort. Der Vergleich mit der Landwirtschaft ist für viele nicht mehr nachvollziehbar, vor allem in den Städten. Obst und Gemüse sind das ganze Jahr über erhältlich. Aber Advent ist nur zu einer bestimmten Zeit und macht deutlich, dass das Leben eine Richtung und verschiedene Zeiten hat. Kinder warten ungeduldig, jeder Tag ist ihnen zu lange vor dem Weihnachtsfest. Diese Ungeduld ist adventlich und eine gute christliche Haltung, warten auf die Ankunft des Herrn.

Samstag, 10. Dezember 2022

Bei Gott ist Rettung

Impuls zum Samstag der 2. Adventswoche, 10. Dezember 2022


Wir werden nicht von dir weichen. Belebe uns und wir rufen deinen Namen an. HERR, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her, lass dein Angesicht leuchten und wir sind gerettet. (Ps 80,19-20)

Wer aus der Hoffnung lebt, hat ein starkes Vertrauen. Gläubige Menschen werden nicht verzagen, sondern positiv und freudig durch die Welt gehen. Der Psalm besingt die Hoffnung in der Bedrängnis. Wer Gottes Nähe erfährt, kann mit schwierigen Situationen leichter umgehen. Advent ist eine gute Zeit, um wieder das Stärkende zu finden und Wege in die Zukunft sichtbar zu machen.

Freitag, 9. Dezember 2022

Warten auf die Begegnung

Impuls zum Freitag der 2. Adventswoche, 9. Dezember 2022



Wir erwarten Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich auch alles unterwerfen kann. (Phil 3,20-21)

Die Ansage des Paulus ist eine Anfrage an meinen eigenen Glauben. Lebe ich wirklich in der Erwartung der Begegnung mit Jesus Christus? Bin ich bereit, mich von ihm verwandeln zu lassen, mich in seinen Dienst zu stellen? Wo das ernst genommen wird, da ist eine adventliche Existenz. Das gibt dem Weihnachtsfest Brisanz. Jesus Christus will nicht irgendwo in die Welt kommen, sondern in dir und mir.

Donnerstag, 8. Dezember 2022

Hoffnung auf die Begegnung mit Gott

Impuls zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, Donnerstag, 8. Dezember 2022


Von Herzen freue ich mich am HERRN. Meine Seele jubelt über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt. (Jes 61,10)

Die Gnade steht im Mittelpunkt dieses Hochfestes, als Zuwendung Gottes zu Maria, die er für ihren Dienst vorbereitet hat. Damit ist auch die Gnade als Zuwendung zu all den Menschen gemeint, die dazu beitragen, dass Christus in dieser Welt ankommen kann, die sich für das Evangelium einsetzen, die die Hoffnung verkünden. Deshalb ist es ein adventliches Fest der Freude, Gott möchte allen Menschen begegnen.