Mittwoch, 7. Dezember 2022

Adventliche Ruhe für die Seele

Impuls zum Mittwoch der 2. Adventswoche, 7. Dezember 2022 (Hl. Ambrosius)


Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Mt 11,28-30)

Viele suchen einen ruhigen, besinnlichen und angenehmen Advent, der ihnen wieder Kraft gibt. Die Realität ist allzu oft von Hektik geprägt. So wird gerade für die belasteten Menschen, die es schwer haben, der Advent noch zu einer zusätzlichen Beschwernis. Das Wort Jesu wirkt paradox: Nimm die Last auf dich, dann wird es leichter für dich, dann wirst du Ruhe finden! Wer bereit ist sich auf das Evangelium einzulassen, wird auf neue Weise Erleichterung und Befreiung für die Seele finden.

Dienstag, 6. Dezember 2022

Zeugen der Hoffnung

Impuls zum Dienstag der 2. Adventswoche, 6. Dezember 2022


Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Siehe, da ist euer Gott. Siehe, GOTT, der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Siehe, sein Lohn ist mit ihm und sein Ertrag geht vor ihm her. (Jes 40,9-10)

Es ist nicht allen gegeben, auf die Berge zu steigen und mit lautem Ruf die Freude zu verkünden. Wo es gelingt, aus Freude und Hoffnung zu leben, so dass es andere spüren können, da ist der Glaube für andere attraktiv. Advent bedeutet, die Freude am Glauben ausstrahlen lassen, selbst zur Zeugin, zum Zeugen der Hoffnung zu werden.

Montag, 5. Dezember 2022

Hoffnung öffnet die Augen

Impuls zum Montag der 2. Adventswoche, 5. Dezember 2022


Sagt den Verzagten: Seid stark, fürchtet euch nicht! Seht, euer Gott! Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten. Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben werden geöffnet. (Jes 35,4-5)

Der Krieg ist uns wieder nahe gekommen. Wer wird die Menschen in den Kriegsgebieten retten? Wer wird den Verzagten die Angst nehmen? In diese Situation hinein spricht der Prophet Gottes tröstendes Wort. Wenn Gott selbst kommt, brauche ich mich nicht von Gedanken an Rache und Vergeltung leiten zu lassen. Die machen blind und taub für die Nöte und Anliegen der anderen. Es ist wahre Stärke, in der Not nicht den Blick auf das Ganze zu verlieren. Die Hoffnung lässt auch in der Krise nach vorne schauen.

Sonntag, 4. Dezember 2022

Hoffnung macht neu

Impuls zum 2. Adventssonntag, 4. Dezember 2022

Alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schriften Hoffnung haben. Der Gott der Geduld und des Trostes aber schenke euch, eines Sinnes untereinander zu sein, Christus Jesus gemäß, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einmütig und mit einem Munde preist. (Röm 15,4)

Trost und Hoffnung wirken für viele schwach. Was verändert es schon, wenn Trauernde getröstet werden? Was kann Hoffnung in der Welt bewirken? Geduld gilt heute nicht als erfolgreiche Kategorie, alles muss sofort und schnell passieren. Die Bibel erzählt aber andere Geschichten, die dem Leben viel näher sind. Es gibt Zeiten, wo alles aussichtslos scheint. Aber der Glaube öffnet den Blick über die eigene Verzweiflung hinaus auf einen neuen Anfang. Das ist echter Trost, echte Hoffnung.

Samstag, 3. Dezember 2022

Gott hört auf die Menschen

Impuls zum Samstag der 1. Adventswoche (Hl. Franz Xaver), 3. Dezember 2022

Ja, du Volk auf dem Zion, das in Jerusalem wohnt, ganz sicher wirst du nicht mehr weinen. Ganz sicher wird er dir gnädig sein auf die Stimme deines Hilfegeschreis hin; sobald er es hört, antwortet er dir. (Jes 30,19)


Weinen ist nicht üblich, etwas für Kinder, aber nichts für erwachsene Menschen. Viele teilen dieses Vorurteil und so schlägt Trauer allzu oft in Aggression um. Viele haben das Gefühl, in ihrer Angst nicht gehört zu werden, nicht von anderen Menschen, nicht von Gott. Der Prophet spricht gegen diese Klage. Gottes Zusage ist aufrecht, er ist denen nahe, die zu ihm rufen. Deshalb können sie aus der Hoffnung leben.

Freitag, 2. Dezember 2022

Licht hilft gegen die Angst

Impuls zum Freitag der 1. Adventswoche, 2. Dezember 2022

Der HERR ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist die Zuflucht meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? (Ps 27,1)

In vielen Gegenden der Welt wird heute so viel künstliches Licht verwendet, dass es gar nicht richtig finster wird. Aber bieten die vielen Lichter und Lampen Halt, Orientierung, Sicherheit? Das Licht, von dem der Psalm singt, ist anders. Es erleuchtet mich, wenn mich Furcht bedrängt. Das Licht, das von Gott kommt, weist mir den Weg, besonders in dunklen Zeiten.

Donnerstag, 1. Dezember 2022

Jesu Worte sind Hoffnungszeichen

Impuls zum Donnerstag der 1. Adventswoche, 1. Dezember 2022

Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. (Mt 7,24-25)

Was gibt Sicherheit? In Krisenzeiten haben viele Menschen Zukunftsängste. Was Jahre, Jahrzehnte als selbstverständlich galt, scheint wegzubrechen. Der Glaube gibt eine andere Sicherheit. Wer aus der Hoffnung lebt, weiß um die Vorläufigkeit aller unserer Pläne, weiß aber auch, dass Gott, der die Welt geschaffen hat, die Seinen begleitet, etwa mit den tröstenden und ermutigenden Worten Jesu.