Dienstag, 23. Februar 2021

Dienstag der 1. Fastenwoche, 23. Februar 2021


Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, ohne die Erde zu tränken und sie zum Keimen und Sprossen zu bringen, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, ohne zu bewirken, was ich will, und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe.

Jes 55,10-11


Regen und Schnee sind lebensnotwendig. Wenn sie ausfallen oder wenn zu viel davon kommt, können die Pflanzen nicht wachsen, die uns als Nahrung dienen. Fällt aber die richtige Menge, dann blühen und gedeihen sie. Genauso kann das Wort Gottes wirken, wenn es die Menschen im Innersten erreicht. Fastenzeit gibt die Gelegenheit, auf das Wort zu hören, dass Gott für mich hat.


Montag, 22. Februar 2021

Kathedra Petri, Montag der 1. Fastenwoche, 22. Februar 2021

 

Du bist Petrus - der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.

Mt 16,18-19


Petrus bekommt die Aufgabe, Verantwortung für die Kirche in der Welt zu übernehmen und Zeuge des Himmelreiches auf Erden zu sein. Auch wir haben diese Verantwortung. Die Fastenzeit erinnert uns daran, was Jesus von seinen Jüngerinnen und Jüngern will. Wir sollen überall für das Reich Gottes in der Welt eintreten.


Sonntag, 21. Februar 2021

1. Fastensonntag, 21. Februar 2021

Siehe, ich richte meinen Bund auf mit euch und mit euren Nachkommen nach euch und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Wildtieren der Erde bei euch, mit allen, die aus der Arche gekommen sind, mit allen Wildtieren der Erde überhaupt. Ich richte meinen Bund mit euch auf: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben.

Gen 9,9-11


Gott hat die Welt aus Liebe erschaffen und mit den Menschen, den Tieren und der Erde einen Bund geschlossen. Die ganze Schöpfung ist immer in der Hand Gottes, auch mein eigenes Leben verdanke ich Gottes Schöpfermacht. Es ist eine Versuchung, diese elementare Einsicht zu vergessen und sich selbst für das Maß aller Dinge zu halten. Die Fastenzeit macht bewusst, dass ich mir selbst geschenkt bin.


Samstag, 20. Februar 2021

Samstag nach Aschermittwoch, 20. Februar 2021

 

Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte, sondern Sünder zur Umkehr zu rufen.

Lk 5,31-32


Der erste Schritt zur Umkehr ist, die eigenen Fehler und Schwächen zu sehen und anzuerkennen. Jesus sammelt nicht Vollkommene um sich, sondern die, die sich von ihm zum Guten führen lassen, auch mich. Wenn ich das anerkenne, bin ich auch nicht mehr in der Gefahr, andere zu be- und verurteilen. Fastenzeit heißt, sich von Jesus führen lassen.


Freitag, 19. Februar 2021

Freitag nach Aschermittwoch, 19. Februar 2021

 


Ist nicht das ein Fasten, wie ich es wünsche: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, Unterdrückte freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen? Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen, obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen?

Jes 58,6-7


Heute fasten viele, weil sie sich selbst etwas Gutes tun wollen. Das ist auch richtig, aber für den Glauben und die Nachfolge noch zu wenig. Fasten bedeutet, die Not der anderen zu sehen, ein gutes Wort für die Einsamen zu haben, sich gegen Ungerechtigkeit einzusetzen und auf die Umwelt zu achten. Dann sind der Verzicht und das Fasten sinnvoll.


Donnerstag, 18. Februar 2021

Donnerstag nach Aschermittwoch, 18. Februar 2021

 

Zu allen sagte er: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.

Lk 9,23-24


Der einfachste Weg scheint oft der beste zu sein. Warum soll ich mich mit Schwierigkeiten belasten, wenn ich ihnen aus dem Weg gehen kann? Oft aber sind es gerade die Mühen, die erst den Weg zum Guten weisen. Fastenzeit bedeutet, sich den Herausforderungen zu stellen und den guten Weg zu wählen.


Mittwoch, 17. Februar 2021

Aschermittwoch, 17. Februar 2021


 

Spruch des HERRN: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen! Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum HERRN, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Huld und es reut ihn das Unheil.

Joël 2, 12-13


In einer Gesellschaft, die vom Wohlstand geprägt ist, macht die Corona-Pandemie deutlich, dass wir immer wieder die Umkehr brauchen, wir Menschen, nicht Gott. Umkehr gelingt nur, wo sich das Herz wandelt, wo es mir mit der Umkehr ganz ernst ist. Dann ist das äußere Fasten ein gutes Zeichen, das mir selbst auf dem Weg der inneren Umkehr hilft. Diese Art von Fasten bereitet die Gläubigen auf die Begegnung mit dem lebendigen Gott zu Ostern vor.