Montag, 15. Februar 2016

Montag der 1. Fastenwoche, 15. Februar 2016

Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine Schuld auf dich laden. An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.
Lev 19,17-18

Der Nächste, deine Nachbarin, dein Nachbar ist dir von Gott aufgegeben. Auch wo nicht alles perfekt ist, wo es Fehler und Missgeschicke gibt, sollst du den Nächsten lieben und auch dich selbst. Denn alle Menschen sind Gottes Geschöpfe. Fastenzeit heißt, einander nichts Aufrechnen, sondern auch in schwierigen Situationen einander liebevoll begegnen.

Sonntag, 14. Februar 2016

1. Fastensonntag, 14. Februar 2016

Was sagt die Schrift? Das Wort ist dir nahe, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen. Gemeint ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen; denn wenn du mit deinem Mund bekennst: „Jesus ist der Herr“ und in deinem Herzen glaubst: „Gott hat ihn von den Toten auferweckt“, so wirst du gerettet werden. Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen.
Röm 10,8-10

Wie lange wird es das christliche Europa noch geben? Oder ist es gar schon untergegangen? Paulus sagt ganz klar: Wenn du an Jesus Christus glaubst und diesen Glauben bekennst, dann ist Gott bei dir. Wenn die Christen in Europa ihren Glauben ernst und vorbildlich leben, dann hat die Kirche in unserem Land Zukunft, ebenso die Gesellschaft, wir und unsere Kinder.

Samstag, 13. Februar 2016

Samstag nach Aschermittwoch, 13. Februar 2016

Wenn du der Unterdrückung bei dir ein Ende machst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemand verleumdest, dem Hungrigen dein Brot reichst und den Darbenden satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf, und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.
Jes 58,9b-10

Sicher können wir selbst nicht jedes Übel beseitigen, nicht jede Not wenden und nicht jede Ungerechtigkeit verhindern. Aber ich kann bei mir selbst anfangen, mein eigenes Verhalten ändern und Licht in der Welt sein. Wenn das gelingt, dann geht im Dunkel des Egoismus ein Licht auf.

Freitag, 12. Februar 2016

Freitag nach Aschermittwoch, 12. Februar 2016

Das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.
Jes 58,6-7

Viele geben sich größte Mühe, auch beim Fasten das Besondere zu suchen. Sie übersehen dabei aber oft das Alltägliche, den Auftrag, den ich ganz leicht erfüllen könnte. Fasten heißt nicht, sich möglichst schwere Lasten selbst aufzulegen, sondern das zu tun, was Gott von mir hier und heute will.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Donnerstag nach Aschermittwoch, 11. Februar 2016

Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. Liebe den Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme, und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben. Er ist die Länge deines Lebens, das du in dem Land verbringen darfst, von dem du weißt: Der Herr hat deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen, es ihnen zu geben.
Dtn 30,19b-20

Gebote sind nicht dafür da, das Leben langweilig zu machen oder einzuengen. Das Gute zu tun macht mich frei, die Gebote Gottes ist eine Freiheitsordnung. Wer sich entscheidet, nicht selbst das Maß aller Dinge sein zu wollen, sondern sich ehrlich an Gott zu orientieren, der hat das Leben gewählt.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Aschermittwoch, 10. Februar 2016

So spricht der Herr: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen. Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte, und es reut ihn, dass er das Unheil verhängt hat.
Joel 2,12-13

Heute ist Umkehr kein populäres Wort. Wir meinen, wir dürfen alles, weil wir alles können. Deshalb kommen nur mehr die eigenen Rechte in den Blick, nicht aber die Pflichten oder gar die Rechte der anderen und der Umwelt. Umkehr bedeutet, eine andere Perspektive einzunehmen und nach den Folgen meines Handelns für die anderen zu fragen.

Sonntag, 31. Januar 2016

Lukas 2 heißt es „… und sie (Maria) gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen“. Was heißt da der „Erstgeborene“?

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, ist das eine große Freude, besonders wenn es das erste ist. Jesus war für Maria eine große Freude. Aber in der Bibel kommt noch etwas dazu. Die Erstgeborenen sind auf besondere Weise Gottes Eigentum. Sie bleiben ihr Leben lang Gott verbunden. An dieser Stelle will das Evangelium also aufzeigen, dass Jesus auf besondere Weise mit Gott verbunden ist und auch für andere zu dieser Verbindung werden kann.
Jesus stammt aus der Familie, dem Stamm Davids. Viele haben damals gehofft, dass der Retter, der Erlöser aus diesem Stamm kommen wird. Die Sehnsucht nach der Erlösung war zu dieser Zeit gerade besonders groß. Jesus heißt wörtlich „Gott rettet“, auch in seinem Namen findet sich diese Hoffnung wieder.
Durch die Verkündigung des Engels ist noch ein weiterer Aspekt aufgezeigt. Die Geburt Jesu hat mit dem Heiligen Geist zu tun. Jesus ist der einziggeborene Sohn Gottes, den Gott in die Welt gesandt hat. Wer das Alte Testament kennt, versteht, dass hier gesagt ist: Mit diesem Kind wird sich die Sehnsucht Israels nach Versöhnung und Frieden erfüllen.