Dienstag der 1. Fastenwoche, 24. Februar 2026
Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. (Mt 4,5–7)Die zweite Versuchung scheint verlockend: sich von den Mauern des Tempels fallen zu lassen, das eigene Leben zu riskieren, um auszuprobieren, ob Gott mich rettet. Handelt Gott, wenn ich ihn darum bitte? Tut er das, was ich von ihm erwarte? Wer so denkt, stellt Gott schon auf die Probe. Es ist gut und richtig, von Gott Hilfe in der Not zu erbitten. Gott will, dass wir das Gute von ihm erwarten. Gott aber wird dann auf die Probe gestellt, wenn nicht das Gute, sondern die eigene Geltungssucht, der Eigennutz auf Kosten anderer oder eine oberflächliche Spielerei im Mittelpunkt steht. Es kommt auf die Ehrlichkeit bei meinen eigenen Motiven an.

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