Mittwoch, 30. November 2022

Gesandt, die Hoffnung zu verkünden

Impuls zum Fest des Hl. Apostels Andreas, Mittwoch der 1. Adventswoche, 30. November 2022


Wenn du mit deinem Mund bekennst: „Jesus ist der Herr“ und in deinem Herzen glaubst: „Gott hat ihn von den Toten auferweckt“, so wirst du gerettet werden. Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen. (Röm 10,9-10)


Apostel bedeutet Gesandter. Jesus beruft Andreas, die anderen Apostel und alle Gläubigen und sendet sie aus. Die Berufenen, wir also, sollen den Glauben durch unser Leben verkünden. Der Glaube bewegt uns im Herzen. Wo diese Erfahrung für andere spürbar wird, das geschieht Verkündigung, da wird die Hoffnung lebendig.


Dienstag, 29. November 2022

Licht für die Seele

Impuls zum Dienstag der 1. Adventswoche, 29. November 2022


Dann wird der HERR, mein Gott, kommen, alle Heiligen mit dir. An jenem Tag wird es sein, da gibt es kein Licht mehr, sondern Kostbarkeiten erstarren. Dann wird es einen einzigen Tag geben – er ist dem HERRN bekannt, weder Tag noch Nacht; selbst zur Abendzeit wird Licht sein. (Sach 14,5b-7)

Die Winterzeit ist geprägt vom frühen Sonnenuntergang. Es ist meist finster. Menschen brauchen Licht, für die Seele und für das Leben. Die Kerzen des Adventskranzes sind ein Zeichen dafür, dass durch die Begegnung mit Gott und mit anderen Menschen die Herzen erleuchtet werden. Wenn Gott kommt, dann wird die Welt wieder heller.

Montag, 28. November 2022

Orientierung in der Zerstreuung

Impuls zum Montag der 1. Adventswoche, 28. November 2022


Hört, ihr Völker, das Wort des HERRN, verkündet es auf den Inseln in der Ferne und sagt: Der Israel zerstreut hat, wird es sammeln und hüten wie ein Hirt seine Herde! (Jer 31,10)

Es gibt Zeiten, da fällt scheinbar alles auseinander. Dinge, die zusammengehören sollten, verlieren ihre Verbindung. Das eigene Leben erscheint verwirrt und aussichtslos. Ein wenig Besinnung macht bewusst, welche Richtung der eigene Weg nehmen soll. Der Advent lässt wieder Orientierung finden.

Sonntag, 27. November 2022

Leben aus der Hoffnung

Impuls zum 1. Adventsonntag, 27. November 2022

Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele, mein Gott, auf dich vertraue ich. Lass mich nicht zuschanden werden, lass meine Feinde nicht triumphieren! Es wird ja niemand, der auf dich hofft, zuschanden. (Ps 25,1-3a)

Heute wird die erste Kerze am Adventskranz entzündet. Das Licht der Kerze ist ein Zeichen der Hoffnung. Hoffnung verändert den Alltag, macht wachsam und bereit für die Ankunft Jesu Christi in der Welt. Er kommt als Menschenkind. Er wird überall dort gegenwärtig, wo Menschen Gottes Nähe erfahren. Advent bedeutet, aus der Hoffnung leben, die uns nicht zuschanden werden lässt.

Samstag, 26. November 2022

Zeit der Hoffnung

Impulse zum Advent 2022

 

Advent ist für viele eine Zeit der Gefühle. Es wird bereits früh finster, Adventmärkte und Punschstände laden zum Verweilen ein. Die Musik, die Gerüche, die vielen Kerzen und Lichter wecken alte Erinnerungen. Das hat alles seine Berechtigung. Der Glaube ist auch eine Sache der Emotionen. Nur wenn das Bekenntnis des Mundes mit dem Glauben des Herzens zusammenkommt, ist der Glaube eine ganz menschliche Angelegenheit.

Doch der Advent ist nicht nur eine Zeit der Erinnerung, sondern lenkt unseren Blick auf die Gegenwart und die Zukunft. Die biblischen Texte handeln von der Hoffnung auf die Begegnung mit Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Er ist mit seiner Geburt als Mensch in die Welt gekommen. Er wird immer wieder in der Welt gegenwärtig, jeden Tag neu, wo Menschen anderen Gutes tun, sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Linderung der Not einsetzen.

Advent ist eine Zeit der Hoffnung, nicht nur damals, zur Zeit Jesu, sondern an allen Orten und zu allen Zeiten, wo Menschen für die Begegnung mit Jesus offen sind. Diese Hoffnung soll der Advent bewusst machen. Ihr sind meine kleinen täglichen Impulse im heurigen Advent gewidmet. Vielleicht können sie Wegmarken für die Tage der Vorbereitung auf das Geburtsfest Jesu Christi sein.


Sonntag, 24. April 2022

Zweiter Sonntag der Osterzeit – Weißer Sonntag, 24. April 2022


Jesus sagte zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. (Joh 20,27-29)


Wie so viele bis heute möchte Thomas Sicherheit haben. Jesus geht auf den Zweifler zu. Er zeigt sich ihm selbst und Thomas überwindet seine Skepsis. Der Zweifel kann zum Glauben führen, wenn ich bereit bin, mich von Jesus zum Glauben führen zu lassen. Besondere Hochachtung verdienen alle, die sich unbefangen zum Glauben bekennen. Ihnen fällt es leichter, aus der Osterfreude zu leben.

Samstag, 23. April 2022

Samstag der Osteroktav, 23. April 2022


Später erschien Jesus den Elf selbst, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung! (Mk 16,14-15)


Die Jünger vertrauen den Zeuginnen und Zeugen nicht, vielleicht wollen sie Sicherheit. Aber der Glaube ist nur für die möglich, die sich ganz darauf einlassen. Wer Jesus erfahren hat, darf und soll anderen davon erzählen. Das ist echte Verkündigung, über die eigenen Glaubenserfahrungen zu erzählen und sie mit anderen teilen. So kann sich die Osterfreude ausbreiten und wirkt in der Welt.