Mittwoch, 31. März 2021

Mittwoch der Karwoche, 31. März 2021


GOTT, der Herr, gab mir die Zunge von Schülern, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich höre, wie Schüler hören. GOTT, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und meine Wange denen, die mir den Bart ausrissen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.

Jes 50,4-6


Der Gottesknecht muss zuerst ein Hörender sein, damit er zum Verkünder werden kann. Er geht durch eine harte Schule, angefeindet, geschlagen und geschmäht. Aber das Wort Gottes führt und trägt ihn. An diesem Vorbild sollen sich alle Gläubigen orientieren. In guten wie in schweren Zeiten gibt Gott denen Halt, die sich auf ihn verlassen. Eine wesentliche Erfahrung des Glaubens ist, dass Gott das Wort des Lebens allen schenkt, die sich auf das Evangelium einlassen.

Dienstag, 30. März 2021

Dienstag der Karwoche, 30. März 2021


Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht der Nationen; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.

Jes 49,6


Das Wort an den Gottesknecht gilt bis heute. Es ist gut, wenn wir in der Kirche uns um uns selbst und den eigenen Weg bemühen. Aber es ist zu wenig. Wie die Apostel sollen alle Christinnen und Christen das Evangelium in die Welt tragen. Die Kirche hat die Aufgabe, alle Menschen zu Jesus zu führen, der für alle Menschen ans Kreuz gegangen ist. Christsein heißt, das Licht Christi in die Welt tragen, auch dort, wo es nicht leicht ist.

Montag, 29. März 2021

Montag der Karwoche, 29. März 2021


Ich, der HERR, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich schaffe und mache dich zum Bund mit dem Volk, zum Licht der Nationen, um blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und die im Dunkel sitzen, aus der Haft.

Jes 42,6-7


Gott beruft sein Volk und die Menschen in seinem Volk nicht einfach so, sondern mit einer Aufgabe für die Welt. Die Kirche, die Gemeinschaft in der Nachfolge, soll in der Welt ein Beispiel geben und sich für die einsetzen, die ihre Hilfe besonders brauchen, für die Armen, Blinden, Gefangen. Wer sein Christsein nur für sich behält, nur im Verborgenen glaubt, aber nicht hinausgeht, ist kein Christ.

Sonntag, 28. März 2021

Palmsonntag, 28. März 2021


Die Leute, die vor Jesus hergingen und die ihm nachfolgten, riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe!

Mk 11,9-10


Sehnsuchtsvoll haben die Menschen auf einen Retter gewartet und begrüßen Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem daher mit großer Begeisterung. Auch heute erwarten Viele solche Retter. Jesus fordert von denen, die ihm nachfolgen, dass sie das Kreuz auf sich nehmen. Werden sie auch dazu bereit sein? Sind wir dazu bereit?

Samstag, 27. März 2021

Samstag der 5. Fastenwoche, 27. März 2021


Ich schließe mit ihnen einen Friedensbund; es soll ein ewiger Bund mit ihnen sein. Ich werde sie aufrichten und zahlreich machen. Ich werde mitten unter ihnen auf ewig mein Heiligtum errichten und über ihnen wird meine Wohnung sein. Ich werde ihnen Gott sein und sie, sie werden mir Volk sein. Und die Nationen werden erkennen, dass ich der HERR es bin, der Israel heiligt, wenn mein Heiligtum auf ewig in ihrer Mitte ist.

Ez 37,26-28


Gott schließt den Friedensbund mit den Israeliten in der Zeit der Bedrängnis. Gott ist bei denen, die Not erleiden, nicht als Gott der Mächtigen sondern als einer, der sich um die Armen, Leidenden und Erfolglosen annimmt. Jesus ist gekommen, um die Sünder zu berufen, nicht für die Vollkommenen. Das Reich Gottes ist überall dort, wo Menschen in der Bedrängnis Befreiung, in der Krankheit Heilung, in der Armut Hilfe erfahren. Wo wir daran mitwirken, ist das Reich Gottes in der Welt sichtbar.


Freitag, 26. März 2021

Freitag der 5. Fastenwoche, 26. März 2021


Ich hörte die Verleumdung der Vielen: Grauen ringsum! Zeigt ihn an! Wir wollen ihn anzeigen. Meine nächsten Bekannten warten alle darauf, dass ich stürze: Vielleicht lässt er sich betören, dass wir ihn überwältigen und an ihm Rache nehmen können. Doch der HERR steht mir bei wie ein gewaltiger Held. Darum straucheln meine Verfolger und können nicht überwältigen.

Jer 20,10-11a


Jesu Botschaft und sein Handeln an den Menschen hat Widerspruch gefunden. Er wird angefeindet und angeklagt. Diese Erfahrung machen viele Menschen bis heute, sie haben sich um das Gute bemüht, ihren Glauben gelebt, sind für ihre Überzeugungen eingetreten und werden dafür bedroht. Der leidende Jesus ist mit ihnen solidarisch geworden. Weil er durch den Tod zur Auferstehung gegangen sind, gibt der Glaube die Gewissheit, dass Gott in schweren Situationen immer Halt gibt.

Donnerstag, 25. März 2021

Verkündigung des Herrn, Donnerstag der 5. Fastenwoche, 25. März 2021


Hört doch, Haus Davids! Genügt es euch nicht, Menschen zu ermüden, dass ihr auch noch meinen Gott ermüdet? Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben.

Jes 7,13-14


Neun Monate vor dem Geburtsfest Jesu grüßt Weihnachten kurz in die Fastenzeit. Jesus kommt in die Welt, als Zeichen für die Menschen. Immanuel bedeutet Gott mit uns. Das ist das Mysterium des Glaubens, dass Gott nicht irgendwo in der Ferne thront, sondern mit uns auf dem Weg ist, um uns zum Heil und zum Leben zu führen.