Donnerstag, 10. März 2016

Donnerstag der 4. Fastenwoche, 10. März 2016



Der Herr sprach zu Mose: Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt hast, läuft ins Verderben. Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Boden. Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben.
Ex 32,7-8

Die Erzählung vom goldenen Kalb hat nichts an Aktualität eingebüßt. Immer wieder gießen wir uns goldene Kälber, die wir dann verehren und für die wir alles andere zurückstellen. Reichtum, Erfolg, Ansehen, Spaß, Wohlstand, Geld – die Liste lässt sich beliebig verlängern. Mose wird vom Berg kommen und das Kalb zertrümmern. Wer hat heute diesen Mut? Fastenzeit heißt, zum Wesentlichen kommen.

Mittwoch, 9. März 2016

Mittwoch der 4. Fastenwoche, 9. März 2016



So spricht der Herr: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen, den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht!
Jes 49,8-9

Die Zeit der Gnade ist immer dann, wenn ich etwas Gutes erfahre. Die Freude, die aus der Erlösung kommt, kann nur echt sein, wenn ich sie auch teile, besonders mit denen, denen es nicht gut geht. Auch bei uns leben Menschen in Finsternis, Traurigkeit, Einsamkeit, Krankheit oder Armut. Fastenzeit heißt, sie aufzurichten, dass auch sie die Freude spüren können.

Dienstag, 8. März 2016

Dienstag der 4. Fastenwoche, 8. März 2016



Der Mann, der mich begleitete, führte mich zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar.
Ez 47,1

Der Prophet Ezechiel hat eine Vision. Der Tempel in Jerusalem wird zur Quelle, aus der das Wasser des Lebens fließt, für die Gläubigen im Volk Israel und für alle anderen Menschen. Wo Gott in der Welt wirkt, strömt der Segen aus. Wir haben die Aufgabe, das Wasser des Lebens zu allen Menschen zu bringen.

Montag, 7. März 2016

Montag der 4. Fastenwoche, 7. März 2016



Seht, ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn. Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel und aus seinen Einwohnern Freude.
Jes 65,17-18

In der tiefen Not des Exils erhofft der Prophet die Rettung durch die Erneuerung, die von Gott kommt. Er wird die Seinen in das neue, das himmlische Jerusalem führen. Das gibt Trost auch in einer Zeit des Leidens. Wer auf Gott vertraut, kann auch mit schwierigen Situationen leichter umgehen, weil er das größere Ziel des Lebens sieht, die ewige Gemeinschaft mit Gott.

Sonntag, 6. März 2016

4. Fastensonntag, 6. März 2016



Wenn jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat.
2 Kor 5,17-18

Die Erneuerung kommt von Christus. Christsein bedeutet, dass ich mein Leben nach seinem Vorbild gestalte. Das gelingt aber nur, wenn ich mich darauf einlasse und die Gnade Gottes, die mein Leben zum Guten führen kann, annehme.

Samstag, 5. März 2016

Samstag der 3. Fastenwoche, 5. März 2016



Kommt, wir kehren zum Herrn zurück! Denn er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; er hat verwundet, er wird auch verbinden. Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, am dritten Tag richtet er uns wieder auf, und wir leben vor seinem Angesicht
Hos 6,1-2

Manchmal muss etwas sterben, damit ich selbst wieder aufstehen kann. Dann muss ich mit etwas aufhören, was mir vorher gut oder angenehm schien. Drei Tage war Jesus im Grab, diese Zeit brauchte es, damit Gott das radikal Neue, die Auferstehung beginnen kann. Die Fastenzeit gibt mir diese Möglichkeit auch für meinen Alltag.