Mittwoch, 21. Dezember 2022

Das Zeichen des Kindes

Impuls zum 21. Dezember 2022, Mittwoch der 4. Adventswoche


Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. (Jes 7,14; Mt 1.23)

Ein neugeborenes Kind ist ein Hoffnungszeichen. Es bringt uns nahe, worauf es im Leben wirklich ankommt. Das Kind in der Krippe bedeutet die entscheidende Botschaft: Gott ist mit uns. In einer Welt, in der Kommunikation jederzeit überall möglich ist, fällt es vielen Menschen schwer, Nähe auszuhalten. Doch wir brauchen sie zur echten Humanität. Die Heilige Schrift sagt, Gott ist nahe. Die Menschen sind ihm wichtig. Du bist ihm wichtig. Advent ist dort, wo Menschen spüren, dass sie für Gott wichtig sind.

Dienstag, 20. Dezember 2022

Hoffnung wo der Geist wirkt

Impuls zum 20. Dezember 2022, Dienstag der 4. Adventswoche


Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. Der Geist des HERRN ruht auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. (Jes 11,1-2)

Wo etwas Neues entsteht, macht sich mitunter Verunsicherung breit. Ist das wirklich gut? Wieso müssen wir uns verändern? Erneuerung ist oft auch eine Zumutung. Wo die Erneuerung von Gott kommt, ist der Heilige Geist am Werk, so sagt es der Glaube. Auch der Geist ist oft eine Zumutung, weil er verlangt, die alten Ansichten in Frage zu stellen, die alten Wege zu verlassen. Erneuerung von Gott ist eine heilsame Zumutung, die unseren Weg zum Besseren führt. Das ist die Hoffnung des Advents.

Montag, 19. Dezember 2022

Der Wert der Zuversicht

Impuls zum 19. Dezember 2022, Montag der 4. Adventswoche


Werft also eure Zuversicht nicht weg – sie hat großen Lohn! Was ihr braucht, ist Ausdauer, damit ihr den Willen Gottes erfüllt und die Verheißung erlangt. Denn nur noch eine ganz kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und er bleibt nicht aus. (Hebr 10,35-37)

Angst und Verzweiflung sind heute weit verbreitet. Dafür lassen sich auch Anlässe finden, die Kriege in verschiedenen Teilen der Welt, die globale Klimakrise, die Wirtschaftskrise oder die Migrationsbewegungen, die viele Menschen von zu Hause wegtreiben. Müssen wir das alles bewältigen? Können wir diese Probleme überhaupt selbst lösen? Der Advent macht bewusst, dass Gott in die Welt kommt und hier wirkt. Wer Zuversicht aus dem Glauben hat, kann positiv in die Zukunft schauen, auch in schwierigen Zeiten.

Sonntag, 18. Dezember 2022

Die reinen Herzens sind

Impuls zum 4. Adventssonntag, 18. Dezember 2022


Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn, wer darf stehn an seiner heiligen Stätte? Der unschuldige Hände hat und ein reines Herz, der seine Seele nicht an Nichtiges hängt und keinen trügerischen Eid geschworen hat. (Ps 24,3-4)

Wer kann hoffen? Wer darf zu Gott kommen? Nach menschlichen Maßstäben stehen die Reichen, Prominenten, Erfolgreichen vorne. Aber Gott misst auf andere Weise. Er schaut auf die, die ein reines Herz haben. Vieles verhindert heute die Reinheit des Herzens. Und viel Nichtiges, Überflüssiges prägt unseren Alltag. Advent ist die Zeit, wieder das Herz zu reinigen und sich bereit zu machen für die Hoffnung.

Samstag, 17. Dezember 2022

Gott schenkt Erneuerung

Impuls zum 17. Dezember 2022, Samstag der 3. Adventswoche


Jubelt, ihr Himmel, jauchze, o Erde, freut euch, ihr Berge! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Armen. (Jes 49,13)

Wenn Gott in die Welt kommt, dann wird die ganze Welt vom Jubel ergriffen. Die Menschen, die Natur, der ganze Kosmos freuen sich, so sagt der Prophet. Meist erfahren wir das Stöhnen der Natur, wenn sie geschädigt, zerstört und ausgebeutet wird. Advent ist die Gegenbewegung, die Freude, dass Gott immer wieder Erneuerung schenkt.

Freitag, 16. Dezember 2022

Hoffnung für alle

Impuls zum Freitag der 3. Adventswoche, 16. Dezember 2022


Die Fremden, die sich dem HERRN anschließen, um ihm zu dienen und den Namen des HERRN zu lieben, um seine Knechte zu sein, alle, die den Sabbat halten und ihn nicht entweihen und die an meinem Bund festhalten, sie werde ich zu meinem heiligen Berg bringen und sie erfreuen in meinem Haus des Gebets. Ihre Brandopfer und Schlachtopfer werden Gefallen auf meinem Altar finden, denn mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden. (Jes 56,6-7)


Gott ist Mensch geworden, um alle Menschen zu sich zu holen. Das ist für manche Gläubige eine Herausforderung. Sie schauen lieber auf die eigene kleine Gruppe, mit der sie sich von den anderen unterscheiden wollen. Echte Hoffnung ist nicht ausschließend, sondern öffnet sich. Sie gilt für alle Menschen, auch für die, die nicht meinen Vorstellungen entsprechen. Advent bedeutet, sich von der eigenen Kleinlichkeit zu lösen.

Donnerstag, 15. Dezember 2022

Jubel am Morgen

Impuls zum Donnerstag der 3. Adventswoche, 15. Dezember 2022


Singt und spielt dem HERRN, ihr seine Frommen, dankt im Gedenken seiner Heiligkeit! Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick, doch seine Güte ein Leben lang. Wenn man am Abend auch weint, am Morgen herrscht wieder Jubel. (Ps 30,5-6)

Viel Trauriges passiert in der Welt. Viele Menschen reagieren darauf mit einer gedrückten Haltung, manchmal mit Verzweiflung. Advent ist keine traurige Zeit, weil sie in die Zukunft weist. Wer von Hoffnung geprägt ist, kann nach vorne schauen. Dann wächst die Zuversicht, dass der neue Morgen wieder Jubel und Freude bringt.