Sonntag, 6. Dezember 2020

Bahnt einen Weg für den Herrn!

Impuls: 2. Adventssonntag, 6. Dezember 2020


Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben. (Jes 40,3-4)

Wie viel steht meinem Glauben im Weg, vor allem viel in mir selbst. Gott möchte uns begegnen, er möchte zu Weihnachten unter uns zur Welt kommen. Der Advent ist die Zeit der Vorbereitung darauf. Oft häufen wir noch neue Berge und Hügel an, denken ans Einkaufen und an Vielerlei, das angeblich so wichtig ist. Die Berge und Hügel wegräumen und die Wege ebnen bedeutet, zwischen all diesen Dingen auf das Wesentliche zu schauen.


Samstag, 5. Dezember 2020

Geht und verkündet!

Impuls: Samstag, 5. Dezember 2020


Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. (Mt 10,7-8)


Alle Getauften sind auch zur Verkündigung berufen. Die Botschaft vom Reich Gottes, vom Himmelreich, soll durch unseren Dienst die Welt zum Besseren verändern. Wo Gott wirkt, ist Heil und Leben erfahrbar. Auch wenn ich selbst nicht Kranke heilen oder Tote auferwecken kann, kann mein Zuspruch, meine Hilfe heilsam und lebensspendend sein. Wer seinen eigenen Glauben als Geschenk begreift, wird gerne etwas davon weitergeben.


Freitag, 4. Dezember 2020

Hab Erbarmen mit uns!

Impuls: Freitag, 4. Dezember 2020


Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids! Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Und Jesus sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Sie antworteten: Ja, Herr. Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll euch geschehen. Da wurden ihre Augen geöffnet. (Mt 9,27-30a)

Jesus schenkt den Blinden, die an ihn glauben und auf das Erbarmen vertrauen, das Augenlicht. Das ist auch eine Botschaft für den christlichen Alltag. Wer sich im Glauben auf Jesus einlässt, kann lernen, all das zu sehen, worauf es wirklich ankommt. Advent ist eine Einladung, die eigene Blindheit für das, was mir und den anderen wirklich gut tut, wahrzunehmen und neue Wege zu sehen.


Donnerstag, 3. Dezember 2020

Gott ist unser Fels

Impuls: Donnerstag, 3. Dezember 2020


Wir haben eine starke Stadt. Zum Heil setzt Gott Mauern und Wall. Öffnet die Tore, damit eine gerechte Nation einzieht, die Treue bewahrt. Festem Sinn gewährst du Frieden, ja Frieden, denn auf dich verlässt er sich. Verlasst euch stets auf den HERRN; denn GOTT, der Herr, ist ein ewiger Fels. (Jes 26,1-4)

Der Glaube ist eine starke Macht, das erfahren Gläubige Menschen immer wieder. Aber es ist nicht immer leicht, auf die Kraft des Glaubens zu vertrauen. Die Versuchung, sich zu verstecken oder sich in eine Sonderwelt zu flüchten ist groß. Aber das will Gott nicht von uns. Der Advent soll die Türen des Glaubens öffnen, damit Raum für alle ist, die sich ehrlich um ein gutes Leben und die Gerechtigkeit bemühen. Gott lädt alle ein, im Glauben Kraft zu tanken und Schutz zu erfahren.


Mittwoch, 2. Dezember 2020

Siehe, das ist unser Gott

Impuls: Mittwoch, 2. Dezember 2020


An jenem Tag wird man sagen: Siehe, das ist unser Gott, auf ihn haben wir gehofft, dass er uns rettet. Das ist der HERR, auf ihn haben wir gehofft. Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat. (Jes 25,9)

Oft ist es unangenehm, über Gott oder über den Glauben zu sprechen. Aber es gibt Zeiten und Situationen, wo es gut tut, glauben zu können. Wer den Sinn des Advents verstanden und erfahren hat, wer erkannt hat, dass Gott im eigenen Leben wirkt, wer erfahren hat, wie viel Gutes ihr oder ihm geschenkt wurde, kann mit Überzeugung sagen: hier ist mein Gott, hier ist mein Glaube und sie sind wichtig für mich.

Dienstag, 1. Dezember 2020

Klein und unmündig sein

Impuls: Dienstag, 1. Dezember 2020

 


In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. (Lk 10,21)

Die Adventszeit hält normalerweise besonders für die Kinder viel bereit, Lebkuchen, Kekse, den Nikolaus, Spaziergänge am Adventmarkt, Lieder, Gerüche, Kerzen und vieles mehr. Sich auf den Advent einlassen heißt, von der Haltung der Kinder lernen, sich einfach und demütig auf das einlassen, was mir der Advent schenkt. Den Kleinen und Unmündigen zeigt sich Gott, weil sie sich selbst dabei nicht im Weg sind.

Montag, 30. November 2020

Kommt her, mir nach!

Impuls: Hl. Apostel Andreas, Montag, 30. November 2020



Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. (Mt 4,18-19)

Gleich der zweite Tag des Advent erinnert an einen der ersten Apostel, die Jesus beruft, um sie in die Welt zu senden. Jesus verlangt eine Umkehr von ihnen: lasst euch nicht mehr nur von euren Geschäften treiben, sondern kommt her und geht mir nach. Folgt meinen Spuren! Umkehr bedeutet, beachten ob ich in meinem Leben noch in der Spur Jesu bin. Der Advent gibt dazu Gelegenheit.