Samstag, 7. März 2015

Samstag der 2. Fastenwoche, 7. März 2015

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; an Brandopfern hast du kein Gefallen.Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.
Ps 51,18-19

Die verschiedenen Opfertypen sind Teil der Tempelliturgie. Gläubige Juden wussten, was sich zu welchem Anlass gehört. Der Psalm wendet sich nicht gegen die jüdischen Bräuche, sondern gegen eine oberflächliche Religiosität. Es genügt nicht, die vorgeschriebenen Opfer darzubringen, auch wenn die Form stimmt. Es genügt nicht, am Sonntag die Eucharistie mitzufeiern, wenn ich nicht im Geist und im Herzen bereit bin, mein Leben an Gott auszurichten.

Freitag, 6. März 2015

Freitag der 2. Fastenwoche, 6. März 2015

Herr, öffne mir die Lippen und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.
Ps 51,17

Echter Lobpreis muss von innen kommen, sonst ist er lieblos. Ein liebloser Gottesdienst tut nicht gut, umgekehrt ist ein echtes, ganz und gar ehrlich gemeintes Gebet eine Wohltat. Das ist ein Geschenk, dass ich annehmen muss. Wenn ich mich nicht darauf einlasse, bleibe ich selbst an der Oberfläche. Fastenzeit heißt, in die Tiefe des Gebets eintauchen.

Donnerstag, 5. März 2015

Donnerstag der 2. Fastenwoche, 5. März 2015

Befrei mich von Blutschuld, Herr, du Gott meines Heiles, dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.
Ps 51,16

Wer daran schuld ist, dass ein unschuldiger zu Tode kam oder wer jemanden getötet hat, obwohl ein Ausgleich ohne Blutvergießen möglich war, hat Blutschuld auf sich geladen. Oft passiert etwas durch Unachtsamkeit oder weil ich im Moment nicht über die Folgen nachgedacht habe. Dieser Vers bittet Gott, mich vor der Unachtsamkeit zu bewahren und auf den rechten Weg zu führen. Das ist die wahre Gerechtigkeit: das Heil von Gott zu empfangen und nicht bei sich selbst zu suchen.

Mittwoch, 4. März 2015

Mittwoch der 2. Fastenwoche, 4. März 2015

Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege und die Sünder kehren um zu dir.
Ps 51,15

Wer Umkehr positiv erfahren hat, kann auch anderen ein Beispiel geben und ein gutes Wort sagen. Es ist nicht leicht zu sagen: Hier bist du am falschen Weg. Und doch ist es oft nötig. Eine gute Freundschaft eröffnet den Raum, auch in aller Freiheit und ohne zu verletzen auf Fehler hinzuweisen.

Dienstag, 3. März 2015

Dienstag der 2. Fastenwoche, 3. März 2015

Mach mich wieder froh mit deinem Heil mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Ps 51,14

Sich führen lassen bedeutet nicht, unfrei zu sein. Wenn ich den Geist Gottes in meinem Leben zulasse, bin ich frei für das Gute und werde es gerne tun. Echte Freude kommt aus einem guten und gelungenen Miteinander der Menschen untereinander und mit Gott.

Montag, 2. März 2015

Montag der 2. Fastenwoche, 2. März 2015

Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!
Ps 51,13

Die Sünde nimmt mich aus der Gemeinschaft mit Gott heraus. Diese Gemeinschaft ist aber für mein geistliches Leben überlebenswichtig. Sie kann nur gelingen, wenn ich zulasse, dass der Geist Gottes mich führt.

Sonntag, 1. März 2015

2. Fastensonntag, 1. März 2015

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgendjemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.
Mk 9,2-10

Der Berg ist Ort der Gottesbegegnung. Das wissen heute viele Menschen, die gerne auf Berge gehen. Zur Zeit Jesu war das auch bekannt, deshalb geht Jesus mit einigen Jüngern auf den Berg, um sich zurückzuziehen und Gott, dem Vater nahe zu sein. Dort erfahren die Jünger etwas von der Sendung Jesu, obwohl sie es noch nicht verstehen . Er ist gekommen, um die Botschaft des Alten Bundes zu erfüllen. Diese wunderbare Erfahrung wollen sie festhalten, aber sie müssen in den Alltag zurück, weil Jesus nur dort seine Sendung verwirklichen kann. Manchmal strahlt im Alltag auf wunderbare Weise das Wirken Gottes auf.