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Im Jänner 2026 wird mein neues Buch erscheinen, das dem Glauben an Gott, den einen und dreifaltigen, gewidmet ist. In einigen Beiträgen hier sollen kleine Passagen einen Vorgeschmack auf das Buch geben.
Die Rede von Gott ist heute nicht selbstverständlich. Anders als in früheren Epochen gibt es heute kein gemeinsames Grundverständnis davon, dass Gott ist und wie der Begriff Gott verstanden werden soll. Ja, auch die Frage nach Gott scheint heute nicht mehr gestellt zu werden. Für Gläubige ist sie wesentlich, und doch wird viel öfter über Strukturfragen, mediale Wahrnehmungen, das Bild der Kirche und über die Attraktivität kirchlichen Handelns als über Gott gesprochen.
Wer von Gott sprechen will, muss zuerst lernen, nach Gott zu fragen, muss lernen, die Frage nach Gott zuzulassen. Gerade weil Gott für den Glauben selbstverständlich erscheint, ist die Rede von Gott alles andere als selbstverständlich.
Theologie hat die Aufgabe, die angenommene Selbstverständlichkeit bei der Rede vom Glauben an Gott zu hinterfragen. Nur dann kann sich ein Tor zum Verstehen des Glaubens und der christlichen Botschaft eröffnen.

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