The medium is the message,
so sagt man oft heute, in einer Zeit, in der Medien jeder Art eine
überragende Rolle spielen. Das Zitat, das von Marshall McLuhan stammt,
weist auf etwas Zentrales hin. Was ausgesagt werden soll, lässt sich von
der Art der Aussage nie völlig trennen. So ist es nicht gleich, ob ich
mit der Füllfeder einen Brief schreibe, ein e-Mail oder eine
Kurznachricht, ob ich jemandem ein Post-It an die Tür hefte oder eine
Nachricht hier über diesen Blog verbreite. Selbst wenn der Text der
gleiche wäre, wäre die Botschaft anders. Trotzdem gibt es auch mediale
Formen, die nichts anderes als Hülsen sind. Das merkt man, wenn sie
Inhalte transportieren, die keine Botschaft enthalten. Dann mag zwar die
Form schön sein, aber ansprechend ist sie trotzdem nicht.
Auch
das Christentum hat eine Message, das Evangelium, die Frohe Botschaft
von Jesus Christus. Er selbst ist der Überbringer des Evangeliums von
Gott und der Inhalt. Dieser Mittler ist selbst seine Botschaft. Die
Christen wieder sollen das Evangelium in die Welt weitertragen. Dabei
ist es wesentlich, dass Botschaft und Medium zusammenpassen. Die
Verkündigung gelingt nur denen, die selbst von Jesus ergriffen sind, so
wie Paulus von sich selbst schreibt. Das Evangelium wird man nur denen
Glauben, denen es damit auch spürbar ernst ist.
Ist
also die Krise der Kirche eine Krise der Verkündigung und ihrer
Methoden? Nein, denn Methoden hatten wir noch nie so viele. Ja, denn
wenn die Christen selbst die einzig überzeugende Methode sein können,
dann müssen sie sich selbst kritisch fragen, wie ernst es ihnen mit
ihrem Glauben ist.
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