Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. Doch der HERR ließ auf ihn treffen die Schuld von uns allen. Er wurde bedrängt und misshandelt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf vor seinen Scherern verstummt, so tat auch er seinen Mund nicht auf. (Jes 53,6-7)
Jesus protestiert nicht, er nimmt das Kreuz an, auch wenn es ihm schwerfällt. Er geht mit allen, die Unrecht erleiden müssen, ganz gleich, ob sie selbst schuld sind oder nicht. Das Kreuz erinnert daran, dass Gott immer auf der Seite der Armen und Leidenden steht. Und es ist ein Auftrag für die Christinnen und Christen, diese Perspektive selbst einzunehmen. Das Kreuz ist aber nicht das letzte Wort, sondern führt zur Auferstehung. Deshalb verehren wir am Karfreitag das Kreuz. Es ist das Zeichen, dass Jesus den Tod überwunden hat.

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