Ach, Herr, wir sind
geringer geworden als alle Völker. In aller Welt sind wir heute wegen unserer
Sünden erniedrigt. Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten und
keinen, der uns anführt, weder Brandopfer noch Schlachtopfer, weder Speiseopfer
noch Räucherwerk, noch einen Ort, um dir die Erstlingsgaben darzubringen und um
Erbarmen zu finden bei dir. Du aber nimm uns an! Wir kommen mit zerknirschtem
Herzen und demütigem Sinn.
Dan 3,37-39
Die Israeliten sind in Babylon im Exil. Dort entsteht dieses
Gebet. Sie wissen, dass sie an ihrer Situation selbst schuld sind. Und doch
bitten sie Gott um die Rettung. Gott wird sich ihnen wieder zuwenden, wenn sie
sich bekehren und den Neuanfang wagen. Am Ende der Gabenbereitung spricht der
Priester leise für uns alle dieses Gebet: „Herr, wir kommen mit zerknirschtem Herzen
und mit demütigem Sinn. Nimm uns an…“
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