Samstag, 4. April 2015

Karsamstag, 4. April 2015

Da es Rüsttag war, der Tag vor dem Sabbat, und es schon Abend wurde, ging Josef von Arimathäa, ein vornehmer Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete, zu Pilatus und wagte es, um den Leichnam Jesu zu bitten. Pilatus war überrascht, als er hörte, dass Jesus schon tot sei. Er ließ den Hauptmann kommen und fragte ihn, ob Jesus bereits gestorben sei. Als der Hauptmann ihm das bestätigte, überließ er Josef den Leichnam. Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war. Dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes. Maria aus Magdala aber und Maria, die Mutter des Joses, beobachteten, wohin der Leichnam gelegt wurde.
Mk 15,42-47

Eigentlich ist Pilatus schon wieder zur Tagesordnung übergegangen. Da kommt ein Jude und fragt, ob der den Leichnam Jesu haben darf. Noch einmal, durch seinen schnellen Tod dringt er in Pilatus’ Bewusstsein ein. Josef von Arimathäa hat Mitleid mit Jesus und bemüht sich, das Gesetz des Alten Bundes einzuhalten. Dem Toten gebührt ein Begräbnis. Wer die Toten nicht achtet, wird auch vor dem Leben bald keine Achtung mehr haben. Und so ist Jesus im Tod mit allen solidarisch, die gestorben sind. Er teilt das Schicksal des Grabes.

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