Aschermittwoch, 18. Februar 2026
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. (Mt 6,16–18)Viele fasten, um abzunehmen, gesund zu sein oder aus anderen Motiven. Am Aschermittwoch fasten auch noch viele, weil es zu diesem Tag gehört. Sich einzuschränken, bewusst auf etwas zu verzichten, auf die eigene Ernährung zu achten ist sicher etwas Gutes. Zum Fasten wird das, wenn es auch mit einer inneren Erneuerung einhergeht. Wer um des eigenen Glaubens willen auf etwas verzichtet, kann sich auf etwas Neues vorbereiten. Wer nicht so sehr auf den Moment schaut, wird bewusster auf Ostern zugehen. Freilich geht es nicht um das Fasten selbst, sondern um die Erneuerung und darum, die eigene Umgebung wieder bewusster wahrzunehmen. Die anderen müssen nicht merken, dass ich faste, aber ich soll wieder genauer auf sie schauen.

