Dienstag, 28. Februar 2023

Gnade ist ein Geschenk

Dienstag der 1. Fastenwoche, 28. Februar 2023


Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Umsonst werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus. (Röm 3,23-24)


Die Rede von der Gnade fällt vielen Menschen heute schwer. Niemand möchte etwas geschenkt bekommen, denn wir sind der Meinung, den Erfolg zu verdienen. Die christliche Botschaft ist anders. Dass alle gesündigt haben bedeutet, niemand soll sich über einen anderen erheben. Die Erlösung geschieht nicht durch eine Leistung, sondern nur dort, wo Menschen sich von Jesus Christus erlösen lassen.

Montag, 27. Februar 2023

Gerechtigkeit und Liebe

Montag der 1. Fastenwoche, 27. Februar 2023


Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten: die Gerechtigkeit Gottes durch Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. (Röm 3,21-22)

Die Gerechtigkeit Gottes ist anders als die menschliche Gerechtigkeit. Sie möchte keinen Ausgleich von Interessen, sondern das Gute für alle erreichen. Der Maßstab dieser Gerechtigkeit ist die Liebe Gottes, die Leben und Freiheit schenkt. Der Glaube ist dort fruchtbar, wo er das Leben und die Freiheit fördert.

Sonntag, 26. Februar 2023

Gerechtigkeit Gottes

1. Fastensonntag, 26. Februar 2023


Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, aber ebenso für den Griechen. Denn in ihm wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der aus Glauben Gerechte wird leben. (Röm 1,16-17)


Der christliche Glaube ist eine Herausforderung, weil er eine positive Haltung zu allen Menschen fordert. Auch die, die scheinbar nicht zur eigenen Gruppe passen, die Anderen, die Fremden sind vom Evangelium angesprochen. Gottes Gerechtigkeit bedeutet: jede und jeder ist ihm wichtig. Die Gläubigen sollen die Gerechtigkeit Gottes in der Welt verwirklichen.

Samstag, 25. Februar 2023

Kirche der Heiligen

Samstag nach dem Aschermittwoch, 25. Februar 2023


An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. (Röm 1,7)


Kirche, das sind die von Gott Geliebten, die zur Heiligkeit berufen sind. Gott allein entscheidet, wer zur Kirche gehört. Meine Aufgabe ist, allen mit Respekt und Wohlwollen zu begegnen. Die Berufung zur Heiligkeit eint alle Gläubigen, auch wenn sie noch am Weg dorthin sind, ja oft eher am Anfang. Wo diese Haltungen die kirchliche Gemeinschaft prägen, sind Gnade und Friede spürbar.

Freitag, 24. Februar 2023

Auf den eigenen Glauben kommt es an

Hl. Apostel Matthias, Freitag nach dem Aschermittwoch, 24. Februar 2023


Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um unter allen Heiden Glaubensgehorsam aufzurichten um seines Namens willen; unter ihnen lebt auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid. (Röm 1,5-6)

Jesus selbst ist es, der die Menschen in die Kirche beruft, als Apostel damals und heute. Gehorsam hat etwas mit Hören zu tun. Nur dort, wo Menschen ihren Glauben bewusst leben, strahlt das Evangelium auf andere aus. Fastenzeit bedeutet, sich auf den eigenen Glauben zu besinnen.

Donnerstag, 23. Februar 2023

Begegnung mit Jesus Christus

Donnerstag nach dem Aschermittwoch, 23. Februar 2023


… das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn (Röm 1,3-4)

Das Evangelium, das Paulus verkündet, ist Jesus Christus selbst. Nicht ein heiliger Text, eine bestimmte Idee oder theoretische Inhalte machen das Wesentliche des Glaubens aus, sondern eine Person, der Sohn Gottes, der Mensch geworden ist. Jesus Christus will allen Menschen begegnen. Erst wer ihn im eigenen Leben erfahren hat, kann wirklich Ostern feiern.

Mittwoch, 22. Februar 2023

Berufen zum Apostel

Aschermittwoch, 22. Februar 2023


Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert, das Evangelium Gottes zu verkünden, das er durch seine Propheten im Voraus verheißen hat in heiligen Schriften… (Röm 1,1-2)


Die Berufung des Paulus ist radikal. Sie verändert sein Leben und fordert ihn ganz. Er folgt ihr, lässt sich von Jesus Christus in den Dienst nehmen, um Apostel, das heißt Verkünder des Evangeliums zu werden. Mit der Taufe beruft Gott jede Christin, jeden Christen zum Aposteldienst. Gläubig sein bedeutet immer, den Glauben durch das Leben zu verkünden. Die vierzig Tage machen das wieder bewusst.

Weg des Glaubens – Weg der Gnade

Impulse zur Fastenzeit 2023


Die Zeit der Vierzig Tage Vorbereitung auf das Osterfest ist eine Zeit der Umkehr und der Gnade, vor allem eine Zeit des Glaubens. Im Dienst dieses Glaubens stehen meine Impulse die ich gerne hier zur Verfügung stelle. Sie sind nichts Fertiges, sondern kleine Gedankensplitter, ein Suchen und Tasten in den Wochen bis Ostern, auf dem Weg zu Christus hin.

Heuer verwende ich Texte aus den Paulusbriefen. Der Völkerapostel schreibt ausgehend von seiner eigenen Erfahrung, seiner Berufung durch Jesus Christus und seiner Erfahrung mit der Kirche, darüber, was es bedeutet, an Christus zu glauben und aus diesem Glauben zu leben. Die Fastenzeit lädt uns ein, die eigenen Glaubenserfahrungen auch in der Bibel wieder zu entdecken.