Sonntag, 27. November 2016

Erster Adventsonntag, Lesejahr A (27. Nov. 2016)

Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. (Mt 24,43-44)


In Zeiten voll von Krieg, Terror, wirtschaftlicher Verunsicherung soll man vorsichtig sein, wenn man von apokalyptischen Zeichen spricht. Sie machen Angst, zeigen aber keine Perspektiven. Die apokalyptischen Reden Jesu im Evangelium wollen keine Angst machen, sondern Zeichen der Hoffnung sein. Zur Hoffnung gehört aber auch das Bewusstsein, dass das Leben ernst ist. Das wichtigste Wort des Advent ist daher der Ruf Jesu: Seid wachsam! Geht mit offenen Augen durch die Welt. Dann seid ihr für Jesu Kommen bereit. Um diese Aufmerksamkeit geht es im Advent.

Sonntag, 13. November 2016

Wie schafft man es, möglichst gut und glaubwürdig über Gott und den Glauben zu sprechen?


Der Glaube an Gott ist eine persönliche Angelegenheit. Wer zum Glauben gekommen ist, hat im Innersten gespürt: Gott ist da. Gott hat mich selbst angesprochen. Über so eine intime Erfahrung lässt sich nicht leicht sprechen. Doch nur im Austausch über die eigenen Erfahrungen kann der Glaube wachsen. Und es ist notwendig, denn wir können nur dann als Kirche gemeinsam glauben, wenn es ein Gespräch über den Glauben gibt.

Paulus spricht im Römerbrief vom Glauben des Herzens und vom Bekenntnis des Mundes, die zusammenkommen müssen. Nur dann, wenn der Glaube, über den ich rede, wirklich echt ist, mein Herzensanliegen, kann das, was ich sage, glaubwürdig und überzeugend sein. Das heißt nicht, alle die vom Glauben reden, müssten schon selbst einen vollkommenen Glauben haben. Christsein heißt, auf dem Glaubensweg unterwegs sein mit Freuden und Schwierigkeiten. Überzeugend aber nicht aufdringlich ist eine Glaubensrede dann, wenn das Zeugnis von der eigenen Glaubenserfahrung mit allen Höhen und Tiefen getragen ist.