Montag, 13. März 2023

Kreuz und Auferstehung

Montag der 3. Fastenwoche, 13. März 2023


Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. (Röm 6,8-9)


Ostern gibt es nicht ohne den Karfreitag, die Auferstehung nicht ohne das Kreuz. Nur wer sich auf das Kreuz einlässt, kann die Ostererfahrung machen. In der Fastenzeit werden die eigenen Schwächen und Schwierigkeiten im eigenen Leben bewusst. Aber der Glaube lehrt uns, dabei nicht stehen zu bleiben. Wer um seine eigene Schwäche weiß, kann sich auf den Weg der vierzig Tage hin zur Auferstehung Jesu einlassen.

Sonntag, 12. März 2023

Anteil an Tod und Auferstehung Jesu

3. Fastensonntag, 12. März 2023


Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln. (Röm 6,3-4)

Zum Glauben gehört eine gewisse Radikalität. Er gelingt dann, wenn ich mich mit meinem ganzen Leben von Christus ergreifen lasse. Dann wandelt sich mein Leben zum Guten. Dann wird sich auch die Haltung zum Tod verändern. Er wird nicht unbedeutend, aber er bekommt ein anderes Gewicht, weil wir im Glauben Anteil an Tod und Auferstehung Jesu haben. Das ist die Wirklichkeit des neuen Lebens.

 

Samstag, 11. März 2023

Gnade ist stärker

Samstag der 2. Fastenwoche, 11. März 2023


Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade; sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheimgefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteilgeworden. (Röm 5,15)


Gnade ist heute nicht populär, weil die Meinung herrscht, Menschen müssten alles verdienen. Die christliche Botschaft ist anders. Gnade ist immer da, als Gottes Angebot an uns Menschen. Und Gnade ist immer stärker als alle menschlichen Unzulänglichkeiten. Wer auf das Gute vertraut, das von Gott kommt, kann positiv durch die Welt gehen.

Freitag, 10. März 2023

Versöhnt mit der eigenen Endlichkeit

Freitag der 2. Fastenwoche, 10. März 2023


Deshalb: Wie durch einen einzigen Menschen die Sünde in die Welt kam und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise der Tod zu allen Menschen gelangte, weil alle sündigten. (Röm 5,12)

Lange schon wird über dieses rätselhafte Wort diskutiert. Ist Adam schuld, dass wir alle sterben müssen? Wer genau liest, sieht tiefere Überlegungen dahinter. Sünde zerbricht Beziehungen, zu Gott, zu den anderen, zu mir selbst. Wo ich unversöhnt bin, wächst die Angst vor dem Tod. Versöhnung baut Beziehungen wieder auf und macht den Umgang mit der eigenen Endlichkeit leichter.

Donnerstag, 9. März 2023

Ein kritischer Blick

Donnerstag der 2. Fastenwoche, 9. März 2023


Da wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Gottes Feinde waren, werden wir erst recht, nachdem wir versöhnt sind, gerettet werden durch sein Leben. Mehr noch, ebenso rühmen wir uns Gottes durch Jesus Christus, unseren Herrn, durch den wir jetzt schon die Versöhnung empfangen haben. (Röm 5,10-11)


Dass wir Gottes Feinde gewesen sein sollen, klingt hart. Paulus erinnert daran, dass oft die Eigeninteressen das Evangelium behindern. Das ist nicht der Weg, den Jesus mit mir gehen will. Damit das Reich Gottes und die Gerechtigkeit in der Welt verwirklicht werden können, ist es notwendig, den eigenen Weg kritisch zu überdenken, um frei zu werden für das Gute.

Mittwoch, 8. März 2023

Frei werden von Vorurteilen

Mittwoch der 2. Fastenwoche, 8. März 2023


Denn Christus ist, als wir noch schwach waren, für die zu dieser Zeit noch Gottlosen gestorben. Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen. (Röm 5,6-7)


Der christliche Glaube beginnt nicht mit Vorschriften und Anforderungen. Der Anfang ist die Zusage Gottes: Christus ist immer schon für dich da, bevor du etwas geleistet hast. Wir Menschen verhalten uns oft nicht so. Vorurteile, Reserven, Zurückhaltung prägen die Begegnung mit anderen. Fastenzeit bedeutet, anderen in aller Offenheit zu begegnen, so wie Gott mir begegnet.

Dienstag, 7. März 2023

Das Gute in allen Dingen sehen

Dienstag der 2. Fastenwoche, 7. März 2023


Mehr noch, wir rühmen uns ebenso der Bedrängnisse; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. (Röm 5,3-5)


Alles wird gut, so lautet ein weit verbreitetes Trostwort. Für Gläubige gilt noch mehr. Auch das, was jetzt nicht gut ist, kann Gott zum Guten wenden. Wir sollen nicht alles widerspruchslos hinnehmen. Geduld und Hoffnung lehren uns vielmehr, mit Aufmerksamkeit allem zu begegnen und in den angenehmen wie in den schweren Situationen das Gute wahrzunehmen.